Volksverhetzende Gesänge – Geschlagen und bespuckt

Polizeimeldung vom 26.03.2015
Friedrichshain - Kreuzberg

Gemeinsame Meldung der Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin

Nr. 0753
Ein Mann, der im Verdacht steht in der Neujahrsnacht in einer U-Bahn mit weiteren Tätern antisemitische Gesänge („fuck Israel, fuck Juden“) angestimmt und in der Folge einen 26-Jährigen Mann, der das Geschehen mit seinem Handy gefilmt hatte, geschlagen und bespuckt zu haben, wurde gestern Nachmittag in Neukölln festgenommen. Intensive Ermittlungen des Polizeilichen Staatsschutzes und der Kriminalpolizei der Direktion 1 führten auf die Spur des 24-jährigen staatenlosen Mannes, bei dem die Beamten gestern mit einem von der Staatsanwaltschaft Berlin erwirkten Haftbefehl und Durchsuchungsbeschluss die Wohnanschrift aufsuchten. Der als Intensivtäter geführte Verdächtige wurde angetroffen und festgenommen. Bei der Durchsuchung entdeckten und beschlagnahmten die Fahnder Bekleidungsstücke, die bei der Tat getragen wurden. Bisher hat der 24-Jährige die Tat bestritten und lediglich seine Anwesenheit am Tatort eingeräumt. Die Ermittlungen dauern an.

Erstmeldung vom 3. Januar 2015
Nr. 0022

Wie erst gestern Nachmittag bekannt wurde, bespuckten und schlugen Unbekannte in der Neujahrsnacht einen Mann. Nach bisherigen Erkenntnissen betrat der 26-Jährige gegen 2.30 Uhr einen Zug der U-Bahnlinie 6 am Bahnhof Hallesches Tor in Kreuzberg, als er sieben junge Männer im Waggon bemerkte, die volksverhetzende Gesänge anstimmten. Er filmte die Gruppe und forderte die Personen auf, dies zu unterlassen. Anschließend bespuckten die Widersacher ihn. Am Bahnhof Friedrichstraße in Mitte stiegen die Täter und das Opfer aus. Die Gruppe forderte den 26-Jährigen auf, die Aufnahme zu löschen. Da er sich weigerte, bespuckten sie ihn erneut und schlugen und traten ihn. Er erlitt Prellungen und eine Kopfplatzwunde. Erst als BVG-Sicherheitsmitarbeiter einschritten, flohen die Unbekannten. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat die Ermittlungen hierzu übernommen.