Reue eines Tankstellenräubers führt zu seiner Festnahme

Polizeimeldung Nr. 2469 vom 20.10.2014
Spandau

Gemeinsame Meldung mit der Staatsanwaltschaft Berlin

Das offensichtlich schlechte Gewissen eines Räubers hat gestern Nachmittag in Spandau zu seiner Festnahme geführt. Nach bisherigen Erkenntnissen betrat der 18-Jährige bereits am Freitag gegen 21.15 Uhr maskiert eine Tankstelle in der Seegefelder Straße. Er bedrohte eine Angestellte mit einem Messer und forderte Geld. Die 42-Jährige reagierte besonnen und verwickelte den Täter in ein Gespräch. Daraufhin nahm er die Maskierung ab, umarmte die Mitarbeiterin und flüchtete dann mit der Beute. Am Samstag und am gestrigen Tag suchte der Räuber mehrmals die Tankstelle auf, um mit dem Betreiber zu reden und sich zu entschuldigen. Gestern, gegen 16.10 Uhr, waren sowohl die Verkäuferin vom Freitag als auch der 60-jährige Pächter anwesend, so dass der Räuber mit dem Betreiber sprechen konnte. Während des Gesprächs rief die 42-Jährige die Polizei. Die Beamten nahmen kurz darauf den reuigen Räuber, der seine Beute bereits ausgegeben hatte, fest und überstellten ihn nach erkennungsdienstlicher Behandlung einem Raubkommissariat der Polizeidirektion 2. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde der 18-Jährige von der Staatsanwaltschaft Berlin entlassen.