Gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen

Polizeimeldung Nr. 1962 vom 22.08.2014
Mitte

Ein unbekannter Mann hat zwei gefährliche Körperverletzungen im Frühjahr 2014 in Mitte begangen.

Der erste Übergriff geschah in einem U-Bahnwaggon der Linie U8 am Donnerstag, 20. März 2014, gegen 20.45 Uhr in Richtung Boddinstraße.
Als der Zug im Bahnhof Heinrich-Heine–Straße hielt und die Türen sich öffneten, wurde ein 100 % schwerbehinderter 43-jähriger Mann plötzlich und unerwartet aus dem Abteil getreten. Der 43-Jährige stürzte auf den Bahnsteig, und noch am Boden liegend erhielt er von dem Unbekannten einen Fußtritt mitten ins Gesicht. Anschließend lief der Täter unbehelligt weiter und verließ den Bahnhof. Der Attackierte kam mit Verletzungen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Die zweite Tat geschah zwei Tage später, am Samstag, 22. März 2014, nachts gegen 2 Uhr. Drei Frauen und ein Mann befanden sich nach einer Feier in der Torstraße auf dem Heimweg, als ein Unbekannter grundlos dem 30-Jährigen in den Unterbauch sprang.
Der Mann ging zu Boden, schlug mit dem Kopf auf und erhielt weitere Tritte. Seine drei 25-jährigen Begleiterinnen eilten zur Hilfe, wurden aber mit einem abgebrochenen Flaschenhals von dem Täter am Eingreifen gehindert. Dabei erlitt eine Frau Schnittverletzung an der Hand, eine weitere erhielt von dem Renitenten einen Tritt in den Bauch und auf den Fuß. Der Dritten wurde so in den Unterbauch getreten, dass sie zu Boden fiel, und noch ein Tritt gegen den Oberschenkel versetzt. Der Täter ergriff eine auf den Boden gefallene Tasche und flüchtete über die Fahrbahn in Richtung Weinbergsweg.

Aufmerksam gewordene Passanten versperrten den Fluchtweg, worauf der Angreifer die Tasche wegwarf und seinen Weg fortsetzte. Die Opfer erlitten diverse Verletzungen, die zum Teil ambulant in einem Krankenhaus versorgt wurden.