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Vorsicht vor Taschendieben!

Beschmutzer-Trick, Rempel-Trick, Geldwechsel-Trick...

...sind die bekanntesten Maschen der in unserer Stadt ihr Unwesen treibenden Taschendiebe. Und immer wieder gelingt es ihnen, den Bürgern und Besuchern Berlins mit flinken Fingern und einer raffinierten Arbeitsweise Bargeld, Schmuck und Scheckkarten aus Geldbörsen, Bekleidung und Taschen zu entwenden.

Meist gehen sie hierbei arbeitsteilig vor. Während ein Täter das Opfer ablenkt, nutzt der zweite Täter die Unaufmerksamkeit aus, greift zu und übergibt das erlangte Gut an eine dritte Person, die sich anschließend von dem eigentlichen Tatgeschehen entfernt.

Zahlreiche Möglichkeiten für die Begehung von Taschendiebstählen bieten sich dem Täterkreis an: überall, wo viele Menschen zusammen kommen, wo Gedränge entsteht, werden auch Taschendiebe nicht weit sein. So können Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufsbummel und Besuche von Veranstaltungen weniger erfreulich enden.

Seit August 2005 ist berlinweit zentral das LKA 711 für die Bekämpfung des Taschendiebstahls zuständig.

Wie gehen die Täter vor?

  • Rempel-Trick: Sie werden im Gedränge angerempelt, auf (Roll-)Treppen von den Tätern in die Zange genommen oder beim Ein- und Aussteigen auflaufen gelassen und bestohlen. (Rempel-Trick als Bild im pdf-Format)
  • Drängel-Trick: Der Dieb drängelt sich so lange an Sie heran, bis Sie sich abwenden und z. B. die über die Schulter getragene Tasche oder den auf dem Rücken befindlichen Rucksack griffbereit darbieten.
  • Restaurant-Trick: Während Sie sich im Restaurant an Ihrem Tisch unterhalten oder speisen, entwendet der Dieb Wertsachen aus der über der Stuhllehne abgelegten Jacke oder der unter dem Stuhl stehenden Tasche. (Restaurant-Trick als Bild im pdf-Format)
  • Geldwechsel-Trick: Der Täter bittet Sie, eine Münze zu wechseln und entnimmt unbemerkt Banknoten aus dem Scheinfach Ihres Portemonnaies.
  • Bettel-Trick: Kinder halten Ihnen in Lokalen ein Schild vor oder tollen auf der Straße um Sie herum, während eines die Ablenkung ausnutzt, um nach der auf dem Tisch liegenden Geldbörse oder in die Handtasche zu greifen.
  • Beschmutzer-Trick: „Versehentlich“ wird Ihre Kleidung beschmutzt. Der Dieb ist Ihnen nicht nur beim Reinigen „behilflich“ sondern bestiehlt Sie auch. (Beschmutzer-Trick als Bild im pdf-Format)
  • Supermarkt-Trick: Sie werden nach einem bestimmten Artikel gefragt. Während Sie weiter helfen, wird Ihre Einkaufstasche am Einkaufswagen leer geräumt. (Supermarkt-Trick als Bild im pdf-Format)
  • Hochhebe-Trick: In einer Gaststätte behauptet der Täter Ihr Gewicht schätzen zu können. Während Sie umklammert und hoch gehoben werden, entwendet ein Komplize Ihre Geldbörse.
  • Blumen-Trick: Ein Fremder begrüßt Sie freundschaftlich, umarmt Sie, steckt Ihnen eine Blume an und entwendet derweil Ihr Portemonnaie.
  • Taschenträger-Trick: Insbesondere älteren Menschen wird beim Hochtragen der vollen Einkaufstaschen/-tüten „geholfen“ und dabei die darin befindliche Geldbörse entwendet.
  • Stadtplan-Trick: Sie werden unter Vorhalt eines Stadtplanes nach dem Weg gefragt. Während Sie Auskunft geben, werden Sie bestohlen. (Stadtplan-Trick als Bild im pdf-Format)
  • Nachläufer - Trick: Sie werden beim Abheben von Geld (bei der PIN-Eingabe) am Geldautomaten beobachtet und später wird Ihnen dann die Gelbörse, eventuell auf eine der oben beschriebenen Vorgehensweisen, gestohlen. Danach heben der oder die Täter dann Geld von Ihrem Konto ab. (Nachläufer-Trick als Bild im pdf-Format)
  • Schlüsseldiebstahls - Trick: Sie werden auf der Straße angerempelt, durch den Täter in ein Gespräch verwickelt oder anderweitig abgelenkt. Dabei entwendet derTäter unbemerkt Ihren Wohnungsschlüssel aus der Handtasche oder aus den Außentaschen Ihrer Kleidung. Während Sie Ihre Besorgungen erledigen, dringt der Täter mit dem Schlüssel in Ihre Wohnung ein, stiehlt dort Geld, Schmuck und andere Wertgegenstände. (Informationsblatt zum Schlüsseldiebstahls - Trick im pdf-Format)

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So können Sie sich schützen

  • Wertsachen sollten Sie nicht in außenliegenden Taschen, Hand-/ Herrentaschen oder in Rucksäcken aufbewahren.
  • Innen-, Bauch- und die vorderen Hosentaschen sind schwer zugängliche und somit sichere Aufbewahrungsmöglichkeiten.
  • Taschen und Rucksäcke sollten immer geschlossen sein und möglichst an der Körpervorderseite und unter dem Arm geklemmt getragen werden.
  • Insbesondere bei Einkaufsgetümmel und Menschenansammlungen sollten Sie auf mitgeführte Taschen verzichten.
  • Stellen bzw. hängen Sie Gegenstände nie unbeaufsichtigt ab (im Einkaufswagen, unter dem Tisch/an der Stuhllehne im Restaurant).
  • Seien Sie wachsam und misstrauisch, wenn Sie bedrängt, beschmutzt oder abgelenkt werden.
  • Legen Sie Bekleidung nie mit Wertsachen an der Garderobe oder über den Stuhl ab.
  • Zeigen Sie keine hohe Bargeldsummen und seien Sie bei und nach Bargeldabhebungen besonders aufmerksam.
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Informationen zum Download

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  • Fußballplakat

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  • Taschendiebstahl 1

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    (Geschäft und Straßenbahn, 5463245 Bytes)
  • Taschendiebstahl 2

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    (Lebensmittelmarkt und Kiosk, 7719085 Bytes)
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Tätergruppen und örtliche Schwerpunkte

Hier sind bislang überwiegend vier Gruppen in Erscheinung getreten:

  • Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien
  • Personen aus dem nordafrikanischen Raum (Algerier)
  • Personen aus Südamerika (Chilenen)
  • Personen aus Osteuropa (meist so genannte "rumänische Klaukinder")

Taschendiebe treten insbesondere an folgenden Schwerpunkten in Berlin auf:
  • Kurfürstendamm / Tauentzienstraße / Breitscheidplatz
  • Alexanderplatz / Unter den Linden / Friedrichstraße
  • Hackescher Markt
  • Parlaments- und Regierungsviertel
  • Altstadt Spandau
  • Schloßstraße (Steglitz)
  • Karl-Marx-Straße / Sonnenallee / Hermannplatz
  • Buslinien 100, 109, 119 und 200
  • U-Bahnlinien 6, 7 und 9
  • alle auf der Stadtbahn zwischen West- und Ostkreuz verkehrenden S-Bahnlinien
  • große Einkaufszentren im Stadtgebiet
  • temporäre Veranstaltungsorte wie Weihnachtsmärkte und Volksfeste
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Verhalten im Schadensfall

Erstatten Sie auf jeden Fall eine Strafanzeige bei einer Polizeidienststelle. Die Polizei kann nur handeln, wenn ihr Straftaten bekannt werden. Neben der Anzeige sollten Sie im Diebstahlsfall noch weitere Schritte unternehmen, um mögliche Folgeschäden zu verhindern:

Verlust von Kredit- oder EC-Karte

  • Bei Verlust von Kredit- oder EC-Karte sollten Sie die Karten sperren lassen (zum Beispiel über die neue bundeseinheitliche Rufnummer 116 116(Externer Link) ). Sie sollten auch für alle innegehabten Kreditkarten die dazugehörigen Nummern notiert haben und diese separat, außerhalb der Geldbörse, aufbewahren. Die Kreditkarten-Firmen fragen die Nummern ab.

Verlust von Ausweispapieren
Handy weg?
  • Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg(Externer Link) z. B. hat in der Rubrik "PC & Telefon / Mobilfunk" zusammengestellt, was Sie veranlassen sollten, wenn Ihnen Ihr Handy gestohlen worden ist (z.B. Sperre der SIM-Karte), damit der Täter nicht auf Ihre Kosten telefonieren kann. Sie sollten sich Ihre IMEI-Nummer des Mobiltelefons notieren (Tastencode: Stern-Raute-null-sechs-Raute), welche später nicht nur für die Sperrung sondern auch für die Einleitung einer polizeilichen Sachfahndung von Nöten ist. Diese ist in den meisten Fällen 15-stellig und beginnt bei deutschen Handys in der Regel mit einer 3 oder 4.

Mehr erfahren Sie auch unter www.polizei-beratung.de(Externer Link).
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Kontakt

Der Polizeipräsident in Berlin
Landeskriminalamt
LKA 711

Perleberger Str. 61a
10559 Berlin

Stadtplan

Tel.: (030) 4664 - 977101

Fahrverbindungen

Bus-Haltestellen:
Quitzowstr.:
123, M27
Perleberger Brücke:
123
Stendaler Str.:
123, M27