Computer werden immer schneller und besser. Beinahe jeder Haushalt verfügt über einen Internetanschluss und mindestens ein E-Mail-Postfach. So lassen sich auch Bankgeschäfte ganz bequem vom heimischen Sofa aus tätigen. Doch Vorsicht – hier können Gefahren lauern.
Viele Verbraucher sind häufig zu sorglos im (weltweiten) Netz unterwegs und sind sich der Sicherheitsrisiken beispielsweise beim Online-Banking oder Online-Handel nicht bewusst. Und auch gegen Datenklau sind PC-Nutzer nicht gefeit.
Ferner hat der Diebstahl von hochwertiger Hardware wie Notebooks, Computer und Zubehör den Charakter eines Massendelikts angenommen.
Sicherheitskompass von www.polizei-beratung.de
Das Thema
Phishing
, das unmittelbar mit einem weiteren Phänomen, nämlich dem Anwerben so genannter Finanzagenten, zusammenhängt, hat an Bedeutung zugenommen.
Hintergrund ist, dass entweder mittels einer empfangenen E-Mail der vermeintlichen Bank über einen Link oder eines zuvor auf dem PC des Opfers installierten
Trojaners
, die Zugangsdaten (PIN) zum Online-Banking und die TAN für die Kontoverfügung abgefangen werden. Nach Eingabe der TAN durch das Opfer und der Bestätigung des „senden“- Buttons bricht der Kontakt zum Bank-Server ab. Eine Fehlermeldung erscheint im Browserfenster („Servicefehler oder ähnliches) und gibt an, dass die Verbindung vorläufig nicht möglich ist, die TAN aber aus Sicherheitsgründen als „verbraucht“ gilt.
Wenn am nächsten Tag das Opfer die Buchung wiederholen will, muss festgestellt werden, dass die TAN nicht verbraucht war, sondern für eine Abbuchung, in den meisten Fällen zwischen 6.000,- ¤ und 8.000,- ¤, benutzt wurde.
Das Geld wurde auf das Konto einer zuvor per E-Mail oder per Internetjobsuche angeworbenen Person transferiert, die dann den Auftrag hat, das Geld in bar abzuheben und mittels Western Union an eine zuvor benannte Person in St. Petersburg oder ähnlich zu senden.
Der Person wird für die Zurverfügungstellung des eigenen Kontos eine Provision i.H.v. bis zu 10 % des zuvor auf das Konto überwiesenen Geldes versprochen. Der Person wird erklärt, dass sie Mitarbeiter einer Firma sei, die die finanziellen Transaktionen mitsteuern soll.
Die sog. „Phishing-Mails“ sollten immer ungelesen gelöscht werden.
Kein Bankinstitut wird seine Kunden derart nach vertraulichen Daten fragen.
Hinweis: Das Landeskriminalamt ermittelt gegen Finanzagenten wegen Computerbetruges, Beihilfe zur Geldwäsche und Verstoß gegen das Kreditwesengesetz.