Opfer einer Straftat zu werden bedeutet oftmals für die betroffenen Personen, dass sie in eine kritische Lebenssituation geraten sind. Alltägliche Vertrautheiten sind durch plötzliche und unvorhersehbare Ereignisse massiv erschüttert worden und das Normalste wird plötzlich in Frage gestellt. Eine starke persönliche Verunsicherung ist somit oftmals bei den Opfern sowie auch Zeugen in Strafermittlungsverfahren deutlich zu erkennen.
Wir sprechen hier von so genannten traumatischen Belastungs-
störungen, die in unterschiedlicher Tiefe und Dauer auftreten. Die Bewältigung und der Umgang mit diesen eingetretenen Störungen hängt nicht nur von der Straftat selbst, sondern vielmehr von den psychischen und sozialen Faktoren ab, die das Opfer bzw. den Zeugen umgeben.
Wir als Polizei können und wollen dabei unterstützen, Opfer und auch Zeugen zu stärken und ihnen bei der Erlangung rationaler Gedankengänge behilflich zu sein.
Hilfe zur Selbsthilfe ist hierbei die Devise.
In diesem innerhalb der Berliner Polizei und in der Polizeidirektion 1 ersten "Raum der Stille" soll Opfern und Zeugen die Möglichkeit gegeben werden, sich fallenlassen zu können, ohne die zwanghafte Verpflichtung zu spüren, sich als starke Person zeigen zu müssen.



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