Polizeimeisteranwärter Steven S.

"Ich habe hier viele Entwicklungsmöglichkeiten!"

Polizeimeisteranwärter Steven S.
Bild: Polizei Berlin

Warum haben Sie sich für den Beruf des Polizeivollzugsbeamten entschieden?

Dieser Beruf ist krisensicher und abwechslungsreich. Mir gefallen vor allem die Aufgabenvielfalt und die Entwicklungsmöglichkeiten. Bevor ich die Ausbildung begonnen hatte, hatte ich das gar nicht so umfangreich eingeschätzt.

Wie hat Ihre Umwelt (Freunde/Familie) auf Ihre Berufswahl reagiert?

Meine Eltern sehen die potentiellen Gefahrensituationen und Belastungen die ein Polizeieinsatz mit sich bringen kann, aber im Großen und Ganzen ist die Familie stolz darauf, dass ich diesen Beruf ergriffen habe. Meine Freunde haben auch durchweg positiv reagiert, freuen sich für mich und versuchen mich so gut wie möglich zu unterstützen.

Welche Erwartungen haben/hatten Sie an die Ausbildung/den Beruf?

Ich hatte eigentlich mit noch mehr Sport und Dienststellenpraktika gerechnet. Auf der Bereitschaftspolizei konnte man jedoch sehen, dass auch Zeit für gemeinschaftlichen Sport, sofern möglich, eingeräumt wird. Die Disziplin hätte ich mir jedoch strenger vorgestellt.

Wurden/werden diese erfüllt?

Abgesehen von den Praktika (die sehr schön und erlebnisreich waren) wurden meine sonstigen Erwartungen sogar noch übertroffen. Ich hätte mir die vielen unterschiedlichen Fächer und Rechtsgebiete nie so umfangreich vorgestellt.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Ausbildung?

Mir gefällt das Gemeinschaftsgefühl unter den Kolleginnen und Kollegen am besten. Da ist es egal, ob man noch Auszubildender ist oder schon ausgelernt hat. Die Praktika haben mir sehr gut gefallen, weil man da einen guten Einblick erhält, wie es auf der Straße abläuft.

Welches sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Eigenschaften eines Polizeivollzugsbeamten bzw. welche sollten er/sie mitbringen?

Ich finde Zuverlässigkeit, Ehrgeiz und ein gepflegtes Äußeres sehr wichtig. Das Auftreten und das Erscheinungsbild insgesamt müssen stimmen, damit man ernst genommen wird. Ein gutes Durchsetzungsvermögen ist meiner Meinung nach das A und O eines Polizisten.

Was empfinden Sie als Vor- und Nachteil des Polizeiberufs?

Die Weiterentwicklungsmöglichkeiten sind beim Polizeiberuf super. Den Schicht- und Wechseldienst finde ich, im Sinne der Freizeitgestaltung mit Freunden und Familie, nicht so gut. Andererseits hat man dann auch tagsüber mal frei und man kann auch mal ausschlafen (lacht). Als nachteilig empfinde ich auch die möglichen Überstunden, die man machen muss, zum Beispiel am 1. Mai. Da hat man dann erst Feierabend, wenn alles vorbei ist. Ebenso ist der Objektschutz an kalten und regnerischen Tagen weniger eine Freude.

Schildern Sie Ihre interessantesten Erlebnisse während der Ausbildung.

Am interessantesten war das Praktikum bei der Bereitschaftspolizei. Da war ich in Schulzendorf gewesen. Man hat im Praktikum die Vielschichtigkeit der Bevölkerungsgruppen gesehen, aber auch mit welchen Problemen man konfrontiert wird und teilweise die Aggressionen der Bürger gegenüber der Polizei mitbekommt. Dabei war es interessant zu sehen, wie die Kolleginnen und Kollegen auf die jeweiligen Gefahren- und Konfliktsituationen reagiert haben und wie sie sich um den Bürger gekümmert haben.

Welche Hinweise/Tipps haben Sie für Berufsanfänger?

Ich sehe das so, dass die Berufsanfänger sich nicht einschüchtern lassen sollten von den vielen Themengebieten und der ganzen Rechtsmaterie. Wichtig sind vor allen Dingen der Ehrgeiz und die Motivation diese Ausbildung zu schaffen bzw. sich weiterzuentwickeln und gute Leistungen zu erbringen. Immer fit halten und am Ball bleiben, theoretisch und auch praktisch.