Themenschwerpunkte für die Projektförderung 2017

Förderanträge für den Förderzeitraum 1.1.2017 bis 31.12.2017 können bis zum 15. Dezember 2016 bei der Landeszentrale eingereicht werden. Mehr Informationen zum Antragsverfahren finden Sie im Dokument Hinweise zum Antragsverfahren 2017.

Vorrangig fördert die Landeszentrale Projekte zu den unten stehenden Schwerpunktthemen. Darüber hinaus können Projekte zu anderen Themen mit deutlichem Berlin-Bezug gefördert werden. Bei der Gesamtauswahl der Projekte achten wir auf die Vielfalt der behandelten Aspekte, methodischen Zugänge, angesprochenen Zielgruppen und Projektträger.

Recht auf politische Teilhabe

Politische Bildungsarbeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Realität, die Menschen aus Bereichen des öffentlichen Lebens de facto ausschließt, und dem Anspruch der Inklusion, das heißt der politischen Teilhabe aller. Wer sich an der Gestaltung der Gesellschaft beteiligt und wer nicht, ist sowohl aus demokratietheoretischer als auch aus menschenrechtlicher Sicht eine zentrale Frage. Ihre Beantwortung gibt zugleich Auskunft über die Qualität und Zukunft unserer Demokratie.

Das Recht auf gleichberechtigte, wirksame Teilhabe auch im Bereich der Politik gilt ausnahmslos für jede und jeden. Dementsprechend müssen konsequent und kontinuierlich Barrieren abgebaut werden. Die Landeszentrale fördert Projekte, die dazu im Berliner Kontext Beiträge leisten und innovative Ideen hervorbringen.

Rechtspopulismus

Ein Wesenskern des Rechtspopulismus ist die scheinbar klare Einteilung in die „Guten“ (meist gleichbedeutend mit dem „deutschen Volk“) und die „Bösen“ (etwa die etablierte Politik, die „Fremden“, die Presse usw.). Auf dieser Basis lassen sich scheinbar simple Antworten auf komplexe Fragen verkünden, die bei vielen auf fruchtbaren Boden fallen.

Politische Bildung trägt dazu bei, solche Muster offenzulegen, zu analysieren und die Verhältnisse ehrlich und adäquat zu benennen. Wo müssen in politischen Debatten „rote Linien“ gezogen werden? Wo verläuft die Grenze zwischen legitimem Protest und populistischer Vereinfachung? Die Landeszentrale fördert Bildungsangebote, die sich den Herausforderungen des Rechtspopulismus entgegen stellen.

Berlin im Wandel

Unsere Stadtgesellschaft wandelt sich stetig. Bevölkerungszuwachs, Familienformen, Bildungswege, kulturelle Vielfalt, Kommunikation, Mobilität – all dies ist in ständiger Veränderung begriffen. Diese geht manchmal unmerklich vonstatten, manchmal führt sie – wie die Zuwanderungswelle im Herbst 2015 – zu heftigen Erschütterungen. Oft werden die negativen Aspekte von Veränderungen zunächst stärker wahrgenommen als die positiven.

Die Landeszentrale fördert Projekte, die die Entwicklungen Berlins mit den Mitteln politischer Bildung konstruktiv begleiten. Eine sich wandelnde Stadtgesellschaft braucht sich wandelnde Bildungsangebote. Es kann der historische Blick sein, der neue Orientierung bietet, die kritische Betrachtung des Hier und Jetzt oder der Versuch, Zukunftsvisionen zu entwickeln.

Auszubildende treffen Politikerinnen und Politiker

Immer mehr Menschen verlieren den Bezug zur repräsentativen Demokratie. Die politische Sphäre scheint weit weg und ohne Relevanz für den eigenen Alltag zu sein. Die Verbindung zwischen eigenen Interessen und demokratischen Strukturen und Prozessen wird nicht wahrgenommen.

Besonders Auszubildende und junge Erwachsene mit und ohne Berufsausbildung zeigen in Erhebungen regelmäßig große Distanz zur Politik. Hier sollen Projekte ansetzen, die einen direkten Dialog zwischen Politikerinnen und Politikern und Auszubildenden ermöglichen. Der persönliche Austausch soll dazu beizutragen, sich einander anzunähern und besser zu verstehen.

Schwerpunktthemen für die Projektförderung 2017

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Themenschwerpunkte für die Projektförderung 2016

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Schwerpunktthemen für die Projektförderung 2015

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