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Wilhelmstraße

Wilhelmstraße
Bundesfinanzministerium in der Wilhelmstraße (Foto: Berlin.de / Tobias Kneschke)

Die Wilhelmstraße kreuzt die Leipziger Straße. Im südlichen Bereich steht das Rohwedder-Haus.

Der nördliche Abschnitt zwischen Leipziger Straße und Pariser Platz war ab Mitte des 18. Jahrhunderts mit mehreren Adelspalästen bebaut, die von weiträumigen Gartenanlagen, den sogenannten Ministergärten, umgeben waren. Im 19. Jahrhundert siedelten sich dort wichtige Regierungsinstitutionen an. An der Wilhelmstraße 76 war die Dienstwohnung des preußischen Außenministers eingerichtet, später residierte dort Otto von Bismarck. Die Häuser Nr.74 und 75 kamen hinzu. Im Norden folgte das Palais Radziwill, das zur Reichskanzlei umgebaut wurde.

In der Wilhelmstraße 73 befand sich das Ministerium des königlichen Hauses, bevor es bis 1934 Sitz des Reichspräsidenten war. Das Prinz-Albrecht-Palais an der Wilhelmstraße 102 mit einem fast fünf Hektar großen Garten wurde in den 30er Jahren zur Zentrale des "Dritten Reiches". Reichskanzlei und Reichspräsidentenpalais wurden 1938 abgerissen, um Platz für die Neue Reichskanzlei nach Entwürfen von Albert Speer zu schaffen.

Der Monumentalbau beherbergte das Arbeitszimmer Adolf Hitlers, repräsentative Säle und Behörden. Unterhalb des Hofes lag der Führerbunker. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Großteil der Gebäude zerstört. Der beschädigte Rest wurde nach dem Krieg abgerissen. Ende der 80er Jahre entstanden an der westlichen Seite der Wilhelmstraße Wohnbauten.

( Text: Stengel, Mathias: Berlin-Mitte. Tradition, Kultur und Szene im Herzen Berlins. Jaron Verlag(Gesicherte Verbindung) )
Adresse: Wilhelmstraße
Wilhelmstraße
10117  Berlin
Buch: Stengel, Mathias: Berlin-Mitte. Tradition, Kultur und Szene im Herzen Berlins. Jaron Verlag(Gesicherte Verbindung)

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