Einen großartigen Blick über den Grunewald und die sich angrenzenden Stadtgebiete hat man vom Teufelsberg, der sich am nördlichen Rand des Grunewalds befindet. Neben den Müggelbergen ist der Teufelsberg mit 114,7m über NN die höchste Erhebung in Berlin.
Den Namen bekam der Teufelsberg, der eigentlich aus zwei Bergen besteht, vom nahe gelegenen Teufelssee. An der Stelle des künstlichen Berges befand sich zu Zeiten des Nationalsozialismus der Rohbau der Wehrtechnischen Fakultät, die im Rahmen des nationalsozialistischen Projektes der Welt- und Reichshauptstadt Germania fertiggestellt werden sollte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieser Rohbau gesprengt und das Areal zu einer Schutt-Deponie verwandelt. Insgesamt wurden 25 Millionen m³ Trümmerschutt aufgeschüttet.
Weithin sichtbar: Die fünf Radarkuppeln
Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Fall der Berliner Mauer wurde die Station von den Amerikanern aufgegeben und die elektronischen Einrichtungen entfernt. Die Radaranlagen konnten aber noch eine Zeit lang als zivile Luftüberwachung für den Flugverkehr genutzt werden. Zwischenzeitlich war die ehemalige Abhörstation an einen privaten Investor verkauft worden. Die Planungen für eine exklusive Wohnanlage, ein Museum und ein Hotel- und Tagungszentrum aber scheiterten. Das Areal befindet sich heute weiterhin in der Hand der inzwischen insolventen Investorengruppe.
Ort für aktive Spurensucher
Heute ist der Teufelsberg vor allem bei Mountainbikern, Wanderern, Gleitschirmfliegern und natürlich auch Sonnenanbetern beliebt. Im Winter ist der kleine Skihang gut besucht und auch die Langlauf-Loipe lädt zum Wintersport ein. Im Jahre 1986 fand anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins ein Weltcup-Slalom auf dem Skihang statt.
| Adresse: |
Teufelsberg
Teufelsseechaussee
14193
Berlin
|
|---|---|
| Nahverkehr: |

