Die ungewöhnliche Ruine in der Oranienburger Straße macht neugierig. Das bunte Sammelsurium aus Kunst und Protestmalerei widersetzt sich statthaft der noblen Aufwertung der Spandauer Vorstadt.
Auch künftig soll das Tacheles zwischen nördlicher Friedrichstraße und Oranienburger Straße 52 die Rolle des Rebellen spielen. Die Heimatstätte alternativer Kunst- und Kulturszene war einst eine Einkaufspassage. Der kriegsbeschädigte Bau von 1908 stand den DDR-Planern im Weg und wurde schrittweise abgerissen. Im Februar 1990 besetzten rund 50 Künstler aus Ost und West den bedrohten Torso und retteten damit den wertvollen Rest der Passage.
Der Ort für ungewöhnliche Veranstaltungen mit Disco, Galerien, Ateliers, Café wurde Keimzelle der Wiederbelebung der Oranienburger Straße. Immobilienhändler bedrohten kurzfristig das Refugium: Die lukrative Lage sollte vergoldet werden. Heute steht das Tacheles unter Denkmalschutz. Eine geplante Neubebauung auf dem Gelände soll Rücksicht auf den alternativen Charakter nehmen.
)| Adresse: |
Tacheles
Oranienburger Straße 54-56a
10117
Berlin
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| Telefon: | 030 28 26 18 5 |
| Internet: | super.tacheles.de |
| Buch: | Beeck, Clemens/Schneider Günter (Fotos): Highlights in Berlin. Der praktische Begleiter für Entdeckungstouren durch die Stadt. Jaron Verlag![]() |
| Nahverkehr: | U-Bahn:
Bus:
Tram:
S-Bahn:
S Oranienburger Str.: S1, S2, S25 |

