Drei große Gebäude prägen das Bild der Oranienburger Straße. Aber während die Neue Synagoge und das Tacheles allseits bekannt sind, ruht der dritte Bau noch im Dornröschenschlaf. Kaum jemand kennt seinen Namen und seine Geschichte - und doch handelt es sich um einen der prächtigsten historistischen Bauten Berlins und den vielleicht aufwendigsten Behördenbau seiner Zeit: das ehemalige Postfuhramt an der Ecke zur Tucholskystraße, errichtet 1875-81 nach Plänen von Carl Schwatlo.
Bereits seit Beginn des 18. Jh. stand hier ein Postillonhaus. Hinter dem zweiflügligen Hauptbau verbergen sich zwei niedrige Hoftrakte, deren damalige Nutzung dem ganzen Komplex seinen Namen gab: die Postkutschenremisen und die Stallungen für etwa 250 Pferde. Im Hauptbau selbst waren die zugehörigen Verwaltungsräume, Wohnungen für Postbedienstete, ein Postamt und ein Telegraphen-Ingenieurbüro untergebracht; ein weiterer Anbau im Hof diente als Maschinen und Kesselhaus der Berliner Rohrpost.
Das ehemalige Postfuhramt wurde lange Zeit von der Deutschen Post genutzt. Seit Juni 2006 ist C/O-Berlin zentraler Nutzer des Postfuhramtes.
)| Adresse: |
Postfuhramt
Oranienburger Straße 35-36/ Ecke Tucholskystraße
10117
Berlin
|
|---|---|
| Internet: | www.postfuhramt.de |
| Öffnungszeiten: | je nach Ausstellung unterschiedlich |
| Eintrittspreise: | je nach Ausstellung unterschiedlich |
| Architekt: | Carl Schwatlo |
| Stil: | Historismus |
| Buch: | Cobbers, Arnt: Architekturführer. Die 100 wichtigsten Berliner Bauwerke. Jaron Verlag![]() |
| Nahverkehr: | S-Bahn:
S Oranienburger Str.: S1, S2, S25
Tram:
Bus:
Tucholskystr.: 142 |

