Der Palast der Republik ist ein Politikum ersten Ranges. 1973-76 an der Stelle des nach dem Krieg aus ideologischen Gründen gesprengten alten Stadtschlosses errichtet, wurde 2009 demontiert.
Der Palast der Republik war das Symbol der DDR, an das durchaus gute Erinnerungen geknüpft sind. Denn mit seinen über ein Dutzend Gaststätten und Cafés war es ein wahres Haus des Volks, Sitz zwar der SED-dominierten Volkskammer, aber eben auch Tagungsort der ersten demokratisch gewählten Volksvertretung 1990. Angesichts dieses Symbolgehalts haben es ästhetische Positionen schwer. Dabei wird jedem Besucher des Schlossplatzes das Vakuum bewusst, das die Berliner Mitte anfüllt.
Denn das Schloss war ja nicht nur der staatliche Mittelpunkt Preußens und später des Kaiserreichs, wie die Gegner des Wiederaufbaus betonen, sondern es war auch der topographische Mittelpunkt Berlins, zumindest seit der Stadterweiterung im 18. Jh. Das Schloss bildete das Scharnier für die abknickende Ost-West-Achse, es war der Fluchtpunkt sowohl für die westliche Achse der Linden als auch für die östliche Achse der heutigen Karl-Liebknecht-Straße.
2006 fiel im Bundestag der endgültige Beschluss zum Abriss des Palasts der Republik, die Demontage begann. 2009 wurden die Arbeiten abgeschlossen. Nun klafft erst einmal eine Lücke in der historischen Mitte.
Doch dem Palast soll ein Schloss folgen. Geplant ist ein Humboldt-Forum in barocker Kulisse mit einem integrativen Konzept aus Museum, Kulturzentrum und Bibliothek.
)| Adresse: |
Palast der Republik
Schloßplatz
10178
Berlin
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| Sonstiges: | Kollektiv Heinz Graffunder, Karl-Ernst Swora |
| Architekt: | Nachkriegsmoderne Ost |
| Buch: | Cobbers, Arnt: Architekturführer. Die 100 wichtigsten Berliner Bauwerke. Jaron Verlag![]() |
| Nahverkehr: | Bus:
Neumannsgasse: 147
Fischerinsel: 147, 248, 265, N42, M48 Lustgarten: 100, 200, N2 Nikolaiviertel: 248, N42, M48 Spandauer Str./Marienkirche: M48, TXL Tram:
Spandauer Str./Marienkirche: M4, M5, M6 |

