Zu den schönsten Gebäuden Berlins gehört die Neue Synagoge in der Spandauer Vorstadt. Das fast 140 Jahre alte jüdische Gotteshaus war einst die größte und bedeutendste Synagoge Deutschlands.
Nach Teilzerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde sie nur im vorderen Teil wiederhergestellt und dient heute als Centrum Judaicum (jüdisches Kultur-, Dokumentations- und Veranstaltungszentrum).
Eduard Knoblauch fertigte 1857–59 den Entwurf für den Bau in der Oranienburger Straße an, den nach dem Erkranken Knoblauchs Friedrich August Stüler bis 1866 verwirklichte. Einmalig ist der maurisch-byzantinische Stil mit den zwei schmalen achteckigen Türmen. Die markante goldschimmernde Kuppel über der Vorhalle prägt das Stadtbild in der Spandauer Vorstadt. Der abgetragene Gebetssaal der Synagoge bot 3000 Gläubigen Platz.
In der Pogromnacht 1938 wurde die Neue Synagoge in Brand gesetzt. Ein „beherzter Reviervorsteher“ (dessen Tat der Schriftsteller Heinz Knobloch publik machte), der Chef des Polizeireviers am Hackeschen Markt, konnte jedoch die zündelnde SA zum Abzug bringen und ließ das Feuer löschen.
)| Adresse: |
Neue Synagoge
Oranienburger Straße 28-30
10117
Berlin
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| Telefon: | 030 88 02 83 00 |
| Internet: | www.cjudaicum.de |
| Öffnungszeiten: | April - September: So, Mo 10-20 Uhr; Di-Do 10-18 Uhr; Fr 10-17 Uhr März und Oktober: So, Mo 10-20 Uhr; Di-Do 10-18 Uhr; Fr 10-14 Uhr November bis Februar: So, Mo 10-18 Uhr; Di-Do 10-18 Uhr; Fr 10-14 Uhr samstags geschlossen |
| Eintrittspreise: | 3,- Euro, ermäßigt 2,- Euro |
| Führungen: | So 14 und 16 Uhr, Mi 16 Uhr (nur März bis Oktober) |
| Architekt: | Eduard Knoblauch, August Stüler |
| Buch: | Beeck, Clemens/Schneider Günter (Fotos): Highlights in Berlin. Der praktische Begleiter für Entdeckungstouren durch die Stadt. Jaron Verlag |

