Auf dem fast zwei Kilometer langen Abschnitt zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor entstand nach verheerenden Kriegszerstörungen 1952-60 die wohl monumentalste Straßenbebauung des 20. Jh. in Deutschland. Die Straße wurde auf 90 Meter verbreitert, die sieben bis neungeschossige Bebauung nach Vorgaben der Partei (und entgegen den Entwürfen eines städtebaulichen Wettbewerbs) im stalinistisch-neoklassizistischen Stil der 50er Jahre errichtet.
In den unteren ein oder zwei Geschossen wurden Läden und Gaststätten untergebracht, dieObergeschosse beherbergen für damalige Verhältnisse komfortable Wohnungen. Die bis zu 300 Meter langen Baublöcke sind durch vor- und rückspringende Bauteile sowie unterschiedliche Geschoßzahlen variiert, die Fassaden sind teilweise mit ornamentaler Baukeramik verkleidet. Gemäß den Moskauer Vorgaben wurden nationale Elemente, im Berliner Fall Einzelformen aus der Schinkelzeit, eingearbeitet.
Die einzelnen Bauabschnitte entstanden unter der Leitung unterschiedlicher Kollektive. Zum Wahrzeichen der Allee wurden die beiden Turmbauten am Frankfurter Tor. Sie nehmen grob die Formen der Gontardschen Türme am Gendarmenmarkt auf und stammen wie auch die Bebauung des Strausberger Platzes ebenfalls von Henselmann.
Als "erste sozialistische Straße" auf deutschem Boden war die Stalinallee, wie sie bis 1961 hieß, lange Zeit für den Westen Objekt heftiger Kritik und Gegenreaktionen.
)| Adresse: |
Karl-Marx-Allee
Karl-Marx-Allee
10178
Berlin
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|---|---|
| Architekt: | Kollektive Hartmann, Henselmann, Hopp, Leucht, Paulick, Souradny |
| Stil: | Stalinistischer Neoklassizismus |
| Buch: | Cobbers, Arnt: Architekturführer. Die 100 wichtigsten Berliner Bauwerke. Jaron Verlag![]() |
| Nahverkehr: | U-Bahn:
Bus:
U Strausberger Platz: 142, N5 |

