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Französische Botschaft

Die französische Republik fühlte sich in besonderem Maße verpflichtet, mit der Architektur ihrer Botschaft in Berlin den „privilegierten Beziehungen“ ihres Landes gegenüber Berlin gerecht zu werden. Der Ort dieser Manifestation wurde, an die Vergangenheit anknüpfend, ihr früheres Botschaftsgelände am Pariser Platz. Die neue französische Botschaft steht zum Platz hin auf demselben Grund, auf dem sich auch die frühere Repräsentanz bis zu ihrer Zerstörung 1945 befand.

Dieses Grundstück ist seit 1860 Eigentum des französischen Staates und wurde nach der Wiedervereinigung an Frankreich zurückgegeben. Durch eine Tauschvereinbarung erhielt Frankreich 1997 von der Bundesrepublik ein Grundstück an der Wilhelmstraße und überließ ihr dabei als Gegenleistung den nördlichen Teil des ursprünglich quadratischen Botschaftsgeländes. Auf dem abgetretenen Areal befinden sich heute Teile des Jakob-Kaiser-Hauses, sie bilden den hinteren Abschluss der Französischen Botschaft. Aus dem Grundstückstausch ergab sich für den Neubau eine städtebaulich schwierige Ecksituation mit großen Brandwandflächen.

Dem Pariser Architekten Christian de Portzamparc wurde 1997 im Rahmen eines zweistufigen nationalen Wettbewerbes bescheinigt, aus diesen politischen, historischen und städtebaulichen Kontext die beste architektonische Antwort gefunden zu haben. Sein Entwurf versucht drei Anliegen mit einander zu verbinden: den Eindruck von Eingeschlossenheit zu vermeiden, der komplexen Raumorganisation gerecht zu werden und schließlich Außenfassaden zu entwickeln, die sich insbesondere zur Platzseite in ihr anspruchsvolles Umfeld einfügen. Das Gebäude reagiert auf diese Anforderungen mit sieben unterschiedlichen Baukörpern, zwischen denen sich sehr differenzierte Binnenbereiche ergeben. Der repräsentativste von ihnen nimmt die Lücke am Pariser Platz ein. Hinter seiner signifikanten Fassade liegen die Empfangs- und Repräsentationsbereiche. Im obersten Stockwerk befindet sich die Residenz des Botschafters. Aus sämtlichen Räumen ist das Brandenburger Tor zu sehen; die sieben zweigeschossigen Fensterfelder tragen mit ihren abgeschrägten Laibungsausschnitten dem privilegierten Ausblick Rechnung.

Um drei Etagen höher fiel der Baukörper an der Wilhelmstraße aus. Auf acht Ebenen sind hier die Kulturabteilung und verschiedene Verwaltungsdienststellen untergebracht worden. Außerdem wohnen im obersten Stockwerk Angehörige des Wachpersonals. Im Inneren der Anlage sind fünf weitere Baukörper so angeordnet, dass sie auf unterschiedlichen Niveaus zwei Binnenbereiche bilden: Der „Ehrengarten“ dient eher repräsentativen Anlässen und ist dem Eingangsbereich und der Residenz zugeordnet , der „Skulpturenhof“ dagegen liegt direkt hinter dem Gebäude an der Wilhelmstraße und sollte eigentlich der Öffentlichkeit als Ruhezone dienen. Die Durchquerung der Anlage von der Wilhelmstraße zum Pariser Platz ist nämlich ursprünglich als Passage geplant und ausgeführt worden, darf aber ebenso wie der Skulpturenhof und das innen liegende Café aus sicherheitstechnischen Gründen nur von Botschaftsangehörigen genutzt werden.

Um das Gefühl der Einengung zu vermeiden, wurden die Brandwände teilweise mit schmalen Einspänner-Räumen „besiedelt“, so dass keine toten, fensterlosen Putzflächen dominieren. Die zurückhaltende, moderne und historische Elemente verbindende Innenarchitektur gestaltete die Frau des Architekten, Elisabeth de Portzamparc.

Herausragendes Merkmal dieser Stadt in der Stadt ist ihre extreme Materialvielfalt. Den vielen architektonischen Ideen hätten allerdings eine Reduzierung auf das Wesentliche sicher gut vertragen. Trotzdem herrscht im Inneren eine angenehme und freundliche Atmosphäre, die nicht von der Vielfalt erdrückt, sondern eher von ihr getragen wird. Und eine Viertelstunde im - leider unzugänglichen - Ehrengarten lässt die Großstadt vollständig in Stille versinken.

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( Text: BauNetz )
Adresse: Französische Botschaft
Pariser Platz 5
10117  Berlin
Internet: www.botschaft-frankreich.de
Architekt: Christian de Portzamparc (Neubau)

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