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Neues Museum

Nach 70jähriger Schließung ist das Neue Museum seit Oktober 2009 für Besucherinnen und Besucher wieder zugänglich.

Das Neue Museum gehörte zu den bedeutendsten Bauvorhaben seiner Zeit in Preußen. Das von Friedrich August Stüler zwischen 1843 und 1855 errichtete Gebäude stellt sowohl als Teil des Gesamtensembles der Museumsinsel als auch als solitäres Bauwerk ein herausragendes Dokument des Museumsbaus des 19. Jahrhunderts dar.
Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde es seit 2003 unter der Leitung des britischen Stararchitekten David Chipperfield aufwändig restauriert und wiederhergestellt.

Künftig vereint das Neue Museum fast 9000 Objekte dreier bedeutender Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin auf rund 8000 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf vier Ebenen.

In bislang nie gezeigtem Ausmaß präsentiert sich das Ägyptische Museum und Papyrussammlung im Nordflügel des Neuen Museums. Die Highlights des Ägyptischen Museums sind der Grüne Kopf, drei frisch restaurierte Opferkammern aus dem Alten Reich sowie die Amarna-Sammlung. Letztere kam auf Grundlage einer offiziellen Fundteilung 1913 und durch den Mäzen James Simon nach Berlin. Zu ihr gehört auch die berühmte Büste der Nofretete, die als einziges Objekt im Nordkuppelsaal in einer vier Meter hohen Vitrine präsentiert wird.

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte zeigt seine umfangreichen Sammlungen zusammen mit Objekten der Antikensammlung auf drei Ebenen des Neuen Museums. Zu den herausragenden Objekten der Sammlung zählen der bronzezeitliche Berliner Goldhut, dessen geheimnisvolle Symbolik vergegenwärtigt, wie genau bereits damals kalendarisches Wissen bewahrt wurde und die Schädel des Neandertalers von Le Moustier und des Menschen von Combe Capelle. Auch die weltberühmte Troja-Sammlung, die Heinrich Schliemann den Berliner Museen schenkte und deren Goldschatz als Kriegsbeute der Roten Armee von Berlin abtransportiert wurde und noch heute in Moskau verwahrt wird, ist Bestandteil der Ausstellung.

Das älteste Objekt im Neuen Museum ist ein 700.000 Jahre alter Faustkeil der Altsteinzeit, eines von rund 5700 ausgestellten Objekten des Museums für Vor- und Frühgeschichte. Auch das jüngste Objekt stammt aus dieser Sammlung: Ein Stück Stacheldraht der Berliner Mauer.

Literatur

Das Neue Museum - Eine Ruine wird zum Juwel(Externer Link)

Das großzügig bebilderte Buch widmet sich der Geschichte des Neuen Museums und seiner spektakulären Wiederauferstehung zum Juwel der Museumsinsel. >>>Hier bestellen(Externer Link)

Adresse: Neues Museum
Bodestr. 1
10178  Berlin
Telefon: 030 26 63 66 0
Internet: www.neues-museum.de(Externer Link)
Öffnungszeiten: Mo, Di, Mi, So 10.00 bis 18.00 Uhr, Do, Fr, Sa 10.00 bis 20.00 Uhr
Eintrittspreise: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro
Führungen: Bitte erfragen unter +49(0)30 266 42-4242
Nahverkehr:
S-Bahn:
S Hackescher Markt: S5, S7, S75, S9
S Oranienburger Str.: S1, S2, S25
U-Bahn:
Tram:

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