Das Bildungszentrum des BStU liegt in der Zimmerstraße 90/91 in Berlin-Mitte, unweit des ehemaligen Kontrollpunktes Checkpoint Charlie. Hier findet man die Dauerausstellung "STASI." zur Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), einen Studienraum mit Vertiefungsangeboten, des Weiteren Wechselausstellungen, Veranstaltungen und Seminare zu Fragen der MfS-Geschichte und ihrer Aufarbeitung. Für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern steht die Projektwerkstatt des Bildungszentrums bereit.
Ständig zu sehen ist die Dauerausstellung „STASI. Die Ausstellung zur DDR-Staatssicherheit“. Sie wurde am 15. Januar 2011 von Bundespräsident Christian Wulff und der damaligen Bundesbeauftragten Marianne Birthler eröffnet. Sie dokumentiert auf der Grundlage des überlieferten MfS-Materials − 111 km Schriftgut, darunter 39 Millionen Karteikarten, 1,4 Millionen Fotos, 34.000 Film- und Tondokumente – das Thema „Stasi“.
Drei Ebenen gliedern die Ausstellung: Die MfS-Ebene informiert über Ideologie, Funktion, Methoden und Mitarbeiter der Geheimpolizei. Die biografische Ebene zeichnet Schicksale von Menschen nach, die von der Staatssicherheit überwacht und "bearbeitet" worden sind. In der dritten Ebene zeigt die Ausstellung den Zugriff der Stasi auf das alltägliche Leben in der DDR.
Weitere Angebote im Bildungszentrum:
Sonderausstellungen, z.B. seit August 2011 "Täuschen und Vertuschen - Die Stasi und die Mauertoten"
Einführungsvorträge zur Ausstellung für Gruppen (nach Anmeldung)
Seminare und Fortbildungen für Schüler, Lehrer und Multiplikatoren (nach Anmeldung)
Verkauf: Katalog zur Ausstellung und Fachpublikationen
kostenloser Audioguide zur Ausstellung in Deutsch, Spanisch, Französisch und Englisch (Polnisch folgt)
Anträge auf persönliche Akteneinsicht
Das Stasi-Hörspiel "50 Aktenkilometer" der Gruppe Rimini-Protokoll
Die Stasi und die Mauertoten
Mindestens 136 Menschen verloren an der Berliner Mauer ihr Leben. Die meisten von ihnen wurden bei dem Versuch aus der DDR zu flüchten durch Grenzsoldaten der DDR getötet. Im Weltbild des SED-Regimes galten Flüchtende als Feinde, gegen die jedes Mittel recht war. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) verschleierte die Todesfälle so weit wie möglich. Sterbeurkunden wurden gefälscht, Fehlinformationen verbreitet, mancher Leichnam verschwand oder wurde namenlos bestattet. Nach außen hin sollte der SED-Staat eine reine Weste zeigen. Die Leidtragenden dieser Vertuschungsstrategie waren vor allem die Angehörigen der Maueropfer. Die Ungewissheit über die Todesumstände warf einen langen Schatten auf ihr Leben. Viele erfuhren erst nach der deutschen Vereinigung aus den Stasi-Akten die Wahrheit über den Tod ihrer Nächsten. Um an das Leid der Opfer und ihrer Angehörigen zu erinnern, zeigt der BStU zum 50. Jahrestag des Mauerbaus erstmals Originale aus einer mehrbändigen MfS-Sonderakte (BStU, MfS, AS 754/70).
Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr
| Adresse: |
BStU-Bildungszentrum Berlin
Zimmerstraße 90/91
10117
Berlin
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| Telefon: | 030 / 23 24 – 79 51 |
| Internet: | www.bstu.bund.de |
| Führungen: | nach Vereinbarung |
| Eintrittspreise: | Eintritt frei |
| Öffnungszeiten: | Das Bildungszentrum ist werktags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, die Dauerausstellung "STASI." täglich von 10 bis 18 Uhr. |

