Was ist von 40 Jahren Leben in der DDR geblieben? Zahlreiche Ausstellungen haben zu den Themen Berliner Mauer, innerdeutsche Grenze oder Stasi eröffnet. Doch kein einziges Museum in der Hauptstadt zeigt das Leben und Aufwachsen in der DDR mit all seinen Facetten. Dieser Aufgabe widmet sich das DDR Museum Berlin - objektiv in den Fakten, subjektiv in der Sicht der Dinge. Im CityQuartier DomAquarée können Besucher in ein lebendiges Stück DDR-Alltagskultur eintauchen: Wie ist das Gefühl, abgehört zu werden? Ist ein Plattenbau-Wohnzimmer gemütlich und wie sitzt es sich hinter dem Steuer eines Trabis?
Diese Fragen und noch viele mehr beantwortet das DDR Museum Berlin mit der Dauerausstellung »Alltag eines vergangenen Staates zum Anfassen«. Dabei verfällt das Museum nicht dem Ostalgie-Trend, sondern bildet neben den Mauer-Ausstellungen und Stasi-Gedenkstätten den dritten Baustein der wissenschaftlichen Aufarbeitung der ehemaligen DDR. In Zusammenarbeit mit Historikern unter der Leitung von Dr. Stefan Wolle hat es sich das Museum zur Aufgabe gemacht, ein wichtiges Stück deutscher Kulturgeschichte zu bewahren und auch jüngeren Generationen zugänglich zu machen. Besucher sind eingeladen, ihr Wissen zu erweitern, eventuell bestehende Klischees zu überdenken und Geschichte hautnah zu erleben.
Die Exponate werden dafür im Museum nicht nur klassisch in Vitrinen ausgestellt, der Facettenreichtum des interaktiven Arrangements steht im Vordergrund. Sehen, spüren, hören, mitmachen - all das zeichnet die Dauerausstellung aus, die mit 16 Bereichen den Alltag in der DDR vermittelt. Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Urlaub, Mode, Kultur sind nur einige der Themenaspekte, die dem Besucher das Eintauchen in eine andere Zeit ermöglichen. Die Exponate aus dem Alltagsleben stammen zum überwiegenden Teil aus privaten Haushalten, die dem Museum ihre »Lebensgefährten« vermacht haben. Weit mehr als eintausend unterschiedliche Spender haben Objekte für die Nachwelt bewahrt. All diese persönlichen Erinnerungsstücke helfen, den Alltag in der DDR den Menschen zu vermitteln, die nicht selbst in diesem Staat aufgewachsen sind.
Das Museum bietet in seinem Bereich »Besucherbetreuung« thematische Führungen in zahlreichen Sprachen, Außenführungen, Workshops, Lesungen, Spiele und weitere Angebote an.
| Adresse: |
DDR Museum
Karl-Liebknecht-Str. 1
10178
Berlin
|
|---|---|
| Telefon: | 030 84 71 23 73 0 |
| Internet: | www.ddr-museum.de |
| Öffnungszeiten: | Mo - So 10 - 20 Uhr, Sa 10 - 22 Uhr |
| Eintrittspreise: | 6,00 €, ermäßigt 4,00 € |
| Führungen: | nach Voranmeldung |
| Aktuelle Ausstellung: | Tickets bei Berlin.de |
| Nahverkehr: | Bus:
Spandauer Str./Marienkirche (Berlin): M48, TXL
Lustgarten (Berlin): 100, 200, N2 Hackescher Markt (Berlin) (S): N2, N40, N42, N5, N65, N8 Berliner Rathaus (Berlin): 248, N40, N42, N65, N8, M48 Tram:
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Hackescher Markt (Berlin) (S): S5, S7, S75 |

