Puppentheater? Schnell ist da die geistige Schublade auf, auf der „Kindertheater“ steht: Kasperle und Sesamstraße, kennen wir doch, kennen wir! Doch längst hat sich das Figurentheater von solch einfach gestrickten Puppen- und Konfliktmodellen emanzipiert. Die Schaubude, Untertitel: Puppentheater Berlin, zeigt häufig bemerkenswerte Beispiele eines Genres, das wirklich nicht nur zur Kinderunterhaltung gut ist.
Seit 1993 ist es die zentrale Spielstätte Berlins, speziell für freie Puppen- und Figurentheater, die sowohl von den Berlinern als auch von nationalen und internationalen Theatern genutzt wird. Sicherlich gibt es viele Kindervorstellungen, aber ebenso werden Produktionen für Erwachsene im Abendprogramm angeboten. Denn die künstlerische Leiterin Silvia Brendenal setzt offensiv und mutig reizende Experimente gegen das Vorurteil, Puppentheater sei Spiel mit dem Holzkopp. Die unbegrenzten Möglichkeiten der Liaison von bildender und darstellender Kunst zeigt ihr Spielplan, der auch international renommierte Künstler des Genres präsentiert wie den Australier Neville Tranter, Hoichi Okamoto aus Japan, Eric Bass aus den USA und Berliner Puppenspielerstars wie Hans-Jochen Menzel, Karl Huck und Peter Waschinsky.
Daneben arbeitet das Haus mit der Abteilung Puppenspielkunst der renommierten Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ zusammen. Lehrende wie Studierende haben so die Möglichkeit, ihre Projekte und Ensemble-Inszenierungen unter professionellen technischen Bedingungen einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen.
| Adresse: |
Die Schaubude Puppentheater
Greifswalder Str. 81-84
10409
Berlin
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|---|---|
| Telefon: | 030 423 43 14 |
| Internet: | www.schaubude-berlin.de |
| Nahverkehr: | Tram:
Bus:
S-Bahn:
S Greifswalder Str.: S41, S42, S8, S9 |

