„Realistisches Theater zu machen, das mit einer Hoffnung endet – das ist mehr oder weniger paradox“, sagt Grips-Chef und -Seele Volker Ludwig und fügt wissend hinzu: „Man kann manchmal auch Hoffnung machen, ohne eine zu haben.“ Seit über dreißig Jahren wird hier „Mutmach-Theater“ betrieben, und das verpflichtet.
Aber er kann eigentlich die Ruhe weghaben, der Grips-Theatermann. Steht sein renommiertes Kinder- und Jugendtheater doch auch für das berühmteste Berlin-Musical: die „Linie 1“. Das erfolgreichste deutsche Musical, was allein die Laufzeit und die Nachinszenierungen weltweit angeht, ist längst zum Klassiker geworden. Eine Tatsache, die niemanden mehr verwundert als Volker Ludwig selbst. Aber auch andere Stücke des Grips-Theaters und eigentlich auch das Theater selbst sind längst Klassiker. In den Zeiten der Studentenbewegung aus dem „Reichskabarett“ als „emanzipatorisches Kindertheater“ entstanden, setzt es seitdem Maßstäbe fürs Genre. Stücke wie „Ein Fest bei Papadakis“, „Max und Milli“, „Mannomann!“ oder „Doof bleibt Doof“ wurden weltweit nachgeahmt und nachgespielt – in 1.500 Inszenierungen und vierzig Sprachen!
Inzwischen verfügt man mit dem Grips Mitte im Podewil auch über eine zweite Spielstätte im Ostteil der Stadt. Und: Das Grips ist ein Uraufführungstheater. Die Stücke entstehen aus von Autoren, Regisseuren und Ensemble selbst recherchiertem Material. Vermutlich ist das Grips auch deshalb nach über dreißig Jahren immer noch ganz nah dran an seiner Zielgruppe und straft den alten 68er-Spruch „Trau keinem über 30“ Lügen. Wie heißt es doch in einem ihrer Songs: „Dazu brauchts etwas Grips, weiter nix.“
| Adresse: |
Grips-Theater
Altonaer Str. 22
10557
Berlin
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|---|---|
| Telefon: | 030 39 74 74 77 |
| Internet: | www.grips-theater.de |
| Nahverkehr: | S-Bahn:
S Bellevue: S5, S7, S75
Bus:
U-Bahn:
U Hansaplatz: U9 |

