Schülerexpedition im Humannquartier

Projektabschluss – Langfristdokumentation (2010 – 2015) des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums im Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz

15.09. – 06.11.2015, montags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr
Museum Pankow – Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner
1. OG, im Flur vor der Dauerausstellung „Gegenentwürfe“

Schülerexpedition im Humannquartier, Titelbild
Bild: Luecken-Design.de

Die Ausstellung gibt einen Einblick in ein ganz besonderes Lang­zeitprojekt des Heinrich-­Schliemann-­Gymnasiums, das in diesem Jahr seinen Abschluss findet. Seit 2010 dokumentierten Schüler der Sekundarstufe I städtebauliche Sanierungs­maß­nah­men am Humann­platz in Wort und Bild. In diesem Altbaugebiet, in dem sich die Schule befindet, wird seit einigen Jahren kräftig saniert und modernisiert. In das Quartier fließen Mittel aus dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Bislang waren es mehr als 33 Millionen Euro.
Die Schüler wollen mit ihrem Projekt dazu beitragen, die Bewohner des Gebietes für das Thema „Städtebaulicher Denkmalschutz“ zu sensibilisieren. Zugleich lernen sie selbst den Kiez aus einem ganz anderen Blickwinkel kennen. In jedem Schuljahr nahmen sich jeweils zwei Klas­sen der Dokumentation an. Sie setzten das Langzeitprojekt mit neuen Projektbausteinen fort.
Entstanden ist das Wohngebiet rund um den Humannplatz auf der Grundlage des von James Hobrecht ent­wickelten und 1862 in Kraft gesetzten „Bebauungsplanes für die Umgebungen Berlins“. Die Bebauung des Gebietes erfolgte von Süden nach Norden. Die südlichen Baublöcke von der Stargarder Straße bis zum S-Bahnring entstanden im Wesentlichen zwischen 1870 bis 1899. Die nördliche Bebauung erfolgte über­wiegend ab 1900.
Weitere Häuser entstanden dort zwischen 1919 bis 1932 auf größeren Parzellen und ohne Hinterhof. Das Gebiet Humannplatz ist in seiner Geschlossenheit bis heute weit­gehend erhalten geblieben. In den ver­gan­genen zwei Jahrzehnten sind über zwei Drittel der Wohnhäuser saniert worden. Nur in die öffentliche Bau­sub­stanz wurde lange Zeit kein Geld gesteckt. Deshalb nahm der der Senat das Gebiet in das Programm „Städte­baulicher Denkmalschutz“ auf. Saniert wurden seit 2009 vor allem die alten Schul­ge­bäu­de des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums, der Carl-Humann-Grundschule und der Wilhelm-von-Humboldt-Gemein­schaftsschule, der Humannplatz sowie etliche Straßen im Kiez.

Mehr Informationen zum Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz und zum Förder­gebiet Humannplatz auf www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerderprogramme/denkmalschutz/

Plakat: Schülerexpedition im Humannquartier, 2015

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