Verkörperung

Rolf Biebl

Plastik, Skulptur, Malerei aus drei Jahrzehnten

Ausstellung vom 30.01. bis 03.04.2011
Museum Pankow – Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner

Aus Anlass des 60. Geburtstages des Künstlers Rolf Biebl zeigte der Museumsverbund Pankow eine Ausstellung mit Werken aus drei Jahrzehnten.
Rolf Biebl ist heute mit einer Reihe seiner Plastiken im Stadt­raum Berlins präsent. Die Aufstellung seiner Figur „Vineta­mann“ im U-Bahnhof Vinetastrasse, ohne Sockel, hinein­ge­stellt in den täglichen Menschenfluss des Bahn­steig­be­trie­bes, war 1988 in Ostberlin eine kleine Sensation. In dieser Zeit entstand auch die Brunnenanlage auf dem Helene-Weigel-Platz in Berlin-Marzahn, welche noch kurz vor dem Mauerfall von den dortigen SED-Oberen verhindert werden sollte, da sie nicht in das offizielle Bild für Kunst am Bau passte.
Nach 1990 wurden die Plastiken „Adam und Eva“ auf dem Gelände der Kulturbrauerei auf­gestellt. Beide Figuren symbolisieren bis heute Subkultur und Aufbruch in Ostberlin nach 1989. Im Jahr 2010 schuf Rolf Biebl für den Außenraum des Innenministeriums in Berlin-Moabit ein Denkmal zur Öffnung der Berliner Mauer 1989. Es zeigt eine drei Meter hohe Wand, durch die sich ein Mensch hindurcharbeitet. Im freien und experimentellen Bereich von Malerei und Plastik, versucht der Künstler immer wieder neue Wege des künstlerischen Ausdrucks zu ergründen. Die Ausstellung in den Räumen des Museumsverbundes Pankow zeigte Arbeiten aus dem Spektrum der Frühzeit des Werkes von Rolf Biebl mit realistischem Grundansatz und seine Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten im freien Umgang mit der menschlichen Figur in der Bildhauerei. Neben den Plastiken aus Bronze und Holz waren auch Arbeiten – überlebensgroße Holzfiguren zum Thema Mensch vertreten. Die Malerei war mit einem großen dreiteiligen Bild „Szene im alten Pferdestall“ vertreten. Das Motiv bezieht sich auf die ehemalige Innenarchitektur der heutigen Kulturbrauerei.
Ein großer Teil der Bronzefiguren wurde im Freiraum vor der Ausstellungshalle, auf dem Hof des Kultur- und Bildungszentrums „Sebastian Haffner“ präsentiert.

An fünf Wochenenden (5. und 19. Februar, 5. und 19. März und 2. April 2011) wurde der Ausstellungsraum zum offenen Atelier. Rolf Biebl arbeitete an einem Werkstück und stand für Gespräche mit Besuchern zur Verfügung.

Ausstellungseröffnung am 29. Januar 2011; Pressemitteilung vom 20.01.2011

Verkörperung, Plakat

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