Die Berliner Mauer teilte die Stadt 28 Jahre lang in zwei Hälften. Sie sollte die Flucht von Ostdeutschen in den Westen verhindern und wurde zum Symbol für den Herrschaftsanspruch der kommunistischen Diktatoren. Vor 25 Jahren, im Herbst 1989, protestierten Hunderttausende Ostdeutsche gegen die SED-Diktatur in der DDR und brachten die Mauer schließlich zum Einsturz. Als sie am 9. November 1989 die Öffnung der Grenze erzwungen hatten, feierten die Berliner gemeinsam die wiedergewonnene Freiheit und das Ende der Teilung ihrer Stadt.

Die LICHTGRENZE zeichnet den ehemaligen Grenzverlauf durch das Zentrum Berlins auf rund 15 Kilometern nach. Tausende beleuchtete Ballons zwischen Bornholmer Straße und Oberbaumbrücke machen sichtbar, wie einschneidend die Teilung für die Menschen war.

Begleitet wird die Lichtinstallation von der Open-Air-Ausstellung „100 Mauergeschichten“ Die Schau erzählt auf einhundert Tafeln bewegende Geschichten aus der geteilten Stadt. Die Mauergeschichten handeln von Fluchtversuchen, politischer Propaganda und künstlerischen Aktionen, von verbotenen Mauerfotos und stillgelegten U-Bahnhöfen. Die Schrecken der Teilung und die Opfer der Mauer haben darin ebenso ihren Platz wie die Nischen und Freiräume, die sich vor allem auf der Westseite im Schatten der Mauer boten.

Alle 150 Meter erinnert eine Tafel am authentischen Ort an ein Ereignis, das sich in Grenznähe zugetragen hat. Berührende Texte und historische Fotos werfen Schlaglichter auf die deutsch-deutsche Vergangenheit und laden zu einem Streifzug durch das geteilte Berlin ein. Eingebettet in die pulsierende Kulisse der Hauptstadt, zeigt die Ausstellung zugleich, wie gravierend sich das Gesicht der Stadt seit dem Mauerfall verändert hat.

Am Abend des 9. November lassen 8000 Paten die Lichtballons in den Himmel aufsteigen und erinnern so an den glücklichen Ausgang der Revolution von 1989: den Fall der Berliner Mauer.

50 Mauergeschichten entdecken:
www.fallofthewall25.com/mauergeschichten

LICHTGRENZE

BALLONAKTION

PROGRAMM 7-9 NOVEMBER