Es gab sie bis zum Bau der Mauer am 13. August 1961 in beiden Teilen der längst gespaltenen Stadt - junge Menschen, die bereits durch ihre Mitgliedschaft in der "Sozialistischen Jugend Deutschland (SJD) - Die FALKEN" Opposition und Widerspruch gegen die Politik der SED ausdrückten. Für sie war es der Weg in eine neue Diktatur. 1947 von der Alliierten Kommandantur für Gesamt-Berlin zugelassen, bestand diese SPD-nahe Jugendorganisation wie ihre Mutterpartei bis zum Mauerbau auf dem Recht, auch in Ost-Berlin aktiv zu sein.
Mehr noch: Mit dem 1951 eingerichteten Referat Mitteldeutschland verfolgten die FALKEN das Ziel, die "Sozialistische Jugend für den Tag der Wiedervereinigung" vorzubereiten - selbstverständlich unter dem Vorzeichen der Freiheit -, wie es 1953 Heinz Westphal ausdrückte, ihr langjähriger Berliner und Bundesvorsitzender. Die FALKEN suchten und fanden Kontakt nicht nur zu Jugendlichen in Ost-Berlin, sondern auch in Dresden und Ilmenau, Leipzig und Frankfurt (Oder). Nicht wenige zahlten dafür mit jahrelanger Haft. Ihnen ist diese Ausstellung gewidmet.



