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Ausstellung des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen

Die Bezirksverwaltung Berlin wächst

Leiter der BV (früher Groß-Berlin) des Ministeriums für Staatssicherheit

1950 - 51 Karl Kleinjung
1953 Gerhard Hanisch
1954 - 56 Hans Fruck
1956 - 57 Martin Weickert, gleichzeitig Stellvertreter des Ministers
1957 - 74 Erich Wichert
1974 - 86 Wolfgang Schwanitz
1986 - Ende Siegfried Hähne
Wolfgang Schwanitz
1974 – 1986 Leiter der Bezirksverwaltung Berlin des MfS; Ende 1989 Leiter des Amts
für Nationale Sicherheit (AfNS)

Geb. am 26. 06. 1930 in Berlin, Angestelltenfamilie
1949 - 1951 Lehre als Großhandelskaufmann; FDJ, FDGB
1951 SED
ab 1951 Mitarbeiter des MfS
1954 Leiter der Kreisdienststelle Berlin-Pankow, dann Weißensee
1956 stellvertretender Leiter
1958 Leiter der Abt. II (Spionageabwehr) der Verwaltung Groß-Berlin
1960 - 1966 Fernstudium an der ASR Potsdam bzw. HU Berlin, Dipl.-Jur.
1966 stellv. Operativ des Leiters der Verwaltung Groß-Berlin
1973 Promotion zum Dr. jur. an der Juristischen Hochschule des MfS Potsdam, Thema: Bekämpfung feindlicher Erscheinungen unter Jugendlichen
1974 - 1986 Leiter der Bezirksverwaltung Berlin, Mitglied der SED-Bezirksleitung Berlin
1984 Generalleutnant
1986 - 1989 Stellvertreter des Ministers für Staatssicherheit
1986 - 1989 Kandidat des ZK der SED
ab 18. 11. 1989 Leiter des Amtes für Nationale Sicherheit (AfNS)
11. 01. 1990 Abberufung und Entlassung
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Die Linie XX der BV Berlin

Parallel zur Hauptabteilung XX des Ministeriums verfügten alle Bezirksverwaltungen des MfS entsprechend dem Linienprinzip über Abteilungen und Referate der Linie XX. Innerhalb der BV Berlin war die Abteilung XX von den operativen Abteilungen die personell stärkste Truppe. Die Hauptaufgaben dieser Linie drücken sich in den Referaten der Abt. XX aus:

<ul><li>Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung der »Politisch-ideologischen Diversion« (PID) und der »Politischen Untergrundtätigkeit« (PUT)</li><li>Überwachung und Bekämpfung der Kirchen und Religionsgemeinschaften</li><li>Überwachung des Gesundheitswesens</li><li>Überwachung der Humboldt-Universität</li><li>Überwachung kultureller Einrichtungen und Vereinigungen</li><li>Überprüfung von Reise- und Auslandskadern</li><li>Aufklärung und Abwehr von Kontakten zur Bundesrepublik und West-Berlin</li><li>Zurückdrängen von Übersiedlungsersuchen in die Bundesrepublik</li><li>Sicherung staatlicher Organe.</li></ul>

Als operative Einheit des MfS führte die Abt. XX eine Vielzahl inoffizieller Mitarbeiter unterschiedlichster Kategorien – die Hauptwaffe des MfS. Die von der Linie XX erfassten Personen wurden in sogenannten »Operativen Vorgängen« (OV) oder »Operativen Personenkontrollen« (OPK) bearbeitet. Besonders eng war die Zusammenarbeit mit der Abt. IX, die für alle vom MfS eingeleiteten Strafverfahren zuständig war.In Zusammenarbeit mit der Abt. IX wurde entschieden, ob es zweckmäßig war, gegen Oppositionelle nur mit Methoden der Zersetzung vorzugehen oder aber die gerichtliche Verurteilung einzuleiten.

Kontakt

Der Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR
Scharrenstraße 17
10178 Berlin

Tel.: (030) 240792-0
Fax: (030) 240792-99

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