2011

06.12.11 | Das Büro der Patientenbeauftragten ist umgezogen

Aufgrund der Senatsumbildung ist das Büro der Patientenbeauftragten umgezogen – in die Oranienstraße 106 in Berlin-Kreuzberg. Zuständig ist nun die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales.

Die aktuellen Kontaktdaten finden Sie in der Rubrik ‘Büro’.

  • Büro der Patientenbeauftragten (Büro der Patientenbeauftragten):http://www.berlin.de/lb/patienten/ueber-uns/buero/

20.09.11 | Bewertung von IGeL: Kein Nutzen der beiden häufigsten Leistungen

Im gerade veröffentlichten HTA-Bericht (Health Technology Assessment, systematische Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren und Technologien) stellen Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) ihre Ergebnisse zur wissenschaftlichen Analyse von Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) vor. Für die beiden häufigsten IGeL: das Screening auf Grünen Star und das vaginale Ultraschall-Screening (VUS) auf Eierstock-/Gebärmutterkrebs fanden die Autoren keinen Nutzen für die Patienten.

Den vollständigen HTA-Bericht und eine Kurzfassung des HTA-Berichts finden Sie auf den Seiten des DIMDI.

21.01.2011 | Broschüre "Alt und krank – wer hilft?" liegt vor

Die Broschüre “Alt und krank – wer hilft? Ein Leitfaden für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten bei Problemen in der gesundheitlichen Versorgung” liegt druckfrisch auf dem Tisch. Bürgerinnen und Bürger, Patientinnen und Patienten der Stadt Berlin finden dort Informationen, die in schwierigen Situationen eine Orientierung bieten können; beispielsweise beim Übergang vom stationären in den ambulanten Bereich, der Suche nach einem Hausarzt oder bei der Notwendigkeit eines Krankentransportes.

Wir hoffen, dass diese Broschüre Patientinnen und Patienten in die Lage versetzt, ihre Rechte einzufordern und zugleich Aktive in der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung befähigt, Ihren Klienten besser helfen zu können. Sie finden sie in der Rubrik ‘Publikationen’ zum Herunterladen.

Alt und krank - wer hilft? Ein Leitfaden für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten bei Problemen in der gesundheitlichen Versorung

PDF-Dokument (670.7 kB) - Stand: Dezember 2010

24.01.2011 | Wann ist ein PSA-Test sinnvoll?

Vor 40 Jahren wurde in den USA das Prostataspezifische Antigen (PSA) entdeckt.
Vielen Patienten, die einen Urologen aufsuchen, wird ein PSA-Test als so genannte Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten. Die Gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Leistung in diesem Rahmen nicht – und das aus gutem Grund.

Der Entdecker des Prostataspezifischen Antigens (PSA) Richard Ablin sagt dazu in einem Interview mit Anne Brüning für die Berliner Zeitung: “So wie der Test zurzeit genutzt wird, eignet er sich nicht für die Diagnose von Prostatakrebs. Er schlägt zu oft falschen Alarm, was zu Überdiagnosen und Überbehandlung führt. Überdies erzielt er auch falsch-negative Resultate, übersieht also Krebs. (…) In vielen Fällen könnten Sie also genau so gut eine Münze werfen.”

Ein Bewertung des Prostatakarzinom-Screening mittels PSA-Bestimmung durch den Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) finden Sie beim Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V.

19.01.2011 | Jobcenter müssen Kosten für PKV übernehmen

Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass die Jobcenter für privat versicherte SGB II-Leistungsempfänger (Hartz-IV-Empfänger) die Kosten für den Basistarif der Privaten Krankenversicherung (PKV) in voller Höhe übernehmen müssen (Az: B 4 AS 108/10 R).

12.01.2011 | Neue Mehrkostenregelung für Medikamente ab 1. Januar 2011

Die “Mehrkostenregelung” ist Teil des Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes (AMNOG), das am 1. Januar 2011 in Kraft getreten ist. Danach können die Versicherten “ihr” Medikament frei wählen und sich für ein anderes, teureres als das rabattierte Medikament ihrer Kasse entscheiden, wenn Sie bereit sind, die Mehrkosten zu übernehmen. Wer das möchte möchte, bezahlt zunächst in der Apotheke sein Wunschmedikament aus eigener Tasche. Die Rezeptkopie muss er dann bei seiner Krankenkasse zur Erstattung einreichen.

Die Kasse erstattet dann lediglich den Listenpreis des rabattbegünstigten – und damit auch preisgünstigeren – Arzneimittels (maximal bis zum geltenden Festbetrag) abzüglich einer Pauschale für entgangene Vertragsrabatte und Verwaltungskosten sowie ggf. der entsprechenden Zuzahlungen.

Krankenkassen regeln Höhe dieser Pauschale und alle weiteren Einzelheiten für die Kostenerstattung in ihrer Satzungen. Viele setzen diese Regelungen erst jetzt um. Unabhängig davon sind aber bereits jetzt verpflichtet, die Kosten zu erstatten und ihren Versicherten Auskunft über die Höhe der Erstattung zu geben.