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27.06.2013: Tätigkeitsbeginn der Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention

Am 1. Juli 2013 nimmt die von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt zusammen mit anderen Senatsverwaltungen initiierte Arbeitsstelle Jugendgewalt-prävention als Bestandteil des vom Berliner Senat am 7. Juni 2011 beschlossenen Gesamtkonzepts zur Reduzierung der Jugendgewaltdelinquenz ihre Tätigkeit in Berlin auf.
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Mit der Einrichtung der Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention ist das Ziel verbunden, bei der Umsetzung des Konzepts wissenschaftlichen Sachverstand zu nutzen und die Weiterentwicklung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen im Bereich der Jugendgewaltdelinquenz zu fundieren.

Im Wesentlichen besteht der Auftrag aus folgenden Leistungen:

  • Entwicklung und Fortschreibung eines Evaluationskonzepts
  • Entwicklung von Qualitätsstandards für Präventions- und Interventionsmaß-nahmen zur Reduzierung von Jugendgewaltdelinquenz
  • Sozialraumbezogenes Monitoring „Jugendgewaltdelinquenz“ in Berlin
  • Veranstaltungen und Workshops
  • Koordinationsleistungen und Controlling zur Umsetzung des Gesamtkonzepts
  • Berichte und Empfehlungen.

Aus dem in den zurückliegenden Monaten durchgeführten europaweiten Vergabeverfahren ging die Camino gGmbH, Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung im sozialen Bereich, unter der Projektleitung von Frau Dr. Karliczek, erfolgreich als beste Bewerberin hervor. Von Camino wird die Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention am 1. Juli 2013 eingerichtet, mit Fachkräften besetzt und in den nächsten fünf Jahren bis 2018 betrieben. Außerdem wird eine Koordinierungsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der am Gesamtkonzept zur Reduzierung der Jugendgewaltdelinquenz beteiligten Senatsverwaltungen gebildet, die die Tätigkeit der Arbeitsstelle begleitet.

Die Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention bearbeitet insbesondere die folgenden fachlichen Schwerpunktsetzungen des Gesamtkonzepts zur Reduzierung der Jugendgewaltdelinquenz:

  • Stärkung der Erziehungskompetenz
  • Stärkung sozialer Kompetenz durch Schule
  • Ächtung von Gewalt und Zugang/Kooperation mit Migrantenorganisationen
  • Stärkung von Institutionen, Sicherung des gesetzlichen Auftrags
  • Verbesserung der Arbeit mit Intensiv- und Schwellentätern
  • Spezielle Angebote zur Wiederherstellung des Rechtsfriedens, Aussöhnung zwischen Tätern und Opfern im Sinne gesteigerten Opferschutzes
  • Intensive pädagogische Betreuung
  • Sensibilisierung der Fachkräfte

Weitere Informationen zur Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention sind auf der Internet-Seite der Landeskommission Berlin gegen Gewalt veröffentlicht.