Härtefallfonds Berufsanerkennung Berlin

Mit dem Förderprogramm Härtefallfonds Berufsanerkennung Berlin, das am 01. Juli 2016 in Kraft getreten ist, reagiert das Land Berlin auf den erhöhten Fachkräftebedarf und die gleichzeitig steigende Anzahl an Zuwanderinnen und Zuwanderern. Das Förderprogramm bietet die Möglichkeit, Personen mit einer im Ausland erworbenen Berufsqualifikation bei der Finanzierung des Anerkennungsverfahrens zu unterstützen.
Voraussetzung ist, dass die Kosten nicht aus eigenen Mitteln finanziert werden können oder nach dem SGB II, dem SGB III, dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG), den Landesprogrammen QfB bzw. QvB oder aus dem Förderprogramm des Bundes (Anerkennungszuschuss) gefördert werden.

Infos als Download

Informationen zur Förderung beruflicher Anerkennung

PDF-Dokument (161.2 kB) - Stand: März 2018

Information about recognition of qualification support

PDF-Dokument (159.9 kB) - Stand: März 2018

Wer kann gefördert werden?

  • Personen mit einer im Ausland erworbenen Berufsqualifikation,
  • die einen rechtmäßigen Aufenthaltsstatus haben,
  • die ihren Hauptwohnsitz seit mindestens 3 Monaten in Berlin haben,
  • die keine Förderung durch SGB II, SGB III, dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG), den Landesprogrammen QfB bzw. QvB oder aus dem Förderprogramm des Bundes (z.B. Anerkennungszuschuss) erhalten
  • die über keine ausreichenden eigenen Mittel verfügen (Einkommensgrenze von 26.000 EUR pro Jahr bei Alleinstehenden und 40.000 EUR bei verheirateten bzw. verpartnerten Antragstellenden)

Was kann gefördert werden?

  • Gebühren für das Anerkennungsverfahren
  • Kosten für notwendige Übersetzungen
  • Kosten für Dolmetscher/innen
  • Kosten für Ausgleichsmaßnahmen bzw. Qualifizierungsmaßnahmen zur Herstellung der Gleichwertigkeit (Lehrgangskosten, Fahrtkosten außerhalb des öffentlichen Nahverkehrs, Kosten für notwendige Lernmittel, zwingend erforderliche Arbeitskleidung, Kinderbetreuungskosten)
  • Kosten für im Rahmen des Anerkennungsverfahrens notwendige Sprachkurse (oberhalb B1)

Weitere Fördervoraussetzungen:

  • Einschätzung einer Anerkennungsberatungsstelle des IQ-Netzwerkes, dass die Anerkennung die Chancen zur Aufnahme einer qualifikationsentsprechenden Beschäftigung langfristig verbessert
  • glaubhafte Darlegung einer angestrebten Erwerbstätigkeit in Berlin

Der Antrag muss in der Regel vor Vorhabenbeginn gestellt werden. Gefördert werden können Kosten ab 100 EUR bis maximal 10.000 EUR pro Person, die nicht rückzahlbar sind. Die Auszahlung erfolgt nach Vorlage der Rechnungen oder Bescheide i.d.R. direkt an das ausführende Institut. Ein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht nicht.

Beratung und Antragstellung im Willkommenszentrum bei:

Amala Meiwes-Konyali
Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales
Beauftragter des Senats von Berlin für Integration und Migration
Potsdamer Straße 65
10785 Berlin
Telefon: +49 30 901723 37
Fax: +49 30 901723 20

E-Mail: Amala.Meiwes-Konyali@intmig.berlin.de
oder haertefallfonds@intmig.berlin.de

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