Der Berliner Ratschlag für Demokratie ist ein Bündnis bekannter Berliner Persönlichkeiten, die sich für Demokratie, Vielfalt und Respekt einsetzen. Mit diesen Werten werben sie für ein demokratisches Miteinander, für Pluralität und für eine Kultur des Respekts in Berlin.
Gegründet wurde der Ratschlag im Januar 2008 auf Initiative von René Gurka (Berlin Partner GmbH), Dagmar Reim (Intendantin rbb), Prof. Klaus Staeck (Präsident der Akademie der Künste) und Dr. Heidi Knake-Werner (ehemals Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales). mehr »
Die „Berliner Verpflichtung“ ist ein Text, den die Initiatoren/innen des Ratschlags verfasst haben. Sie ist das Herz der Kampagne. In ihr werden Ideen, Ansichten und Werte formuliert, die Bürgerinnen und Bürger in dieser Stadt gemeinsam teilen: Anerkennung von Vielfalt und gegenseitiger Respekt.
Begleitet wird die „Berliner Verpflichtung“ von einem „Methodenset“ mit pädagogischen Materialien, die Anregungen enthalten, wie die „Respekt“-Kampagne in Schulen, Firmen, Kirchengemeinden und anderen Orten, wo Menschen aufeinandertreffen, thematisiert werden kann. Durch Kampagnen soll der Text möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden.
Die Kampagne „Mein Markenzeichen: RESPEKT®“ wurde im Mai 2009 ins Leben gerufen. Sie startete offiziell mit einer Auftaktveranstaltung in der Akademie der Künste und auf dem Pariser Platz. Im Rahmen der Kampagne wirbt der Berliner Ratschlag für eine weltoffene Gesellschaft und regt zu Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus an. Auf diese Weise werden Menschen in ihrem demokratischen Denken unterstützt und gefördert.
2009 fand als öffentlichkeitswirksame Maßnahme ein Aktionswettbewerb statt. Alle Berlinerinnen und Berliner waren aufgefordert, im Alltag, im Verein, in der Schule oder am Arbeitsplatz die Berliner Verpflichtung zu thematisieren und die Materialien der Respekt-Kampagne einzusetzen. Die Teams mit den besten Ideen wurden auf einer Galaveranstaltung geehrt. 2010 liegt der Focus der Kampagne auf der neuen Internet-Plattform „Respekt gewinnt!“. Hier präsentieren sich alle Initiativen und Projekte, die sich für ein tolerantes und respektvolles Zusammenleben in Berlin einsetzen. Die besten Projekte werden wieder von einer Jury für ihr Engagement geehrt.
Vom Berliner Senat wurde für den Ratschlag eine Geschäftsstelle beim Beauftragten für Integration und Migration eingerichtet.