Muslimisches Engagement für Geflüchtete – Berliner Muslime unterstützen die Integration

Pressemitteilung vom 18.07.2016

Tausende von Geflüchteten kamen im letzten Sommer nach Berlin. „Akteure der ersten Stunde“ waren auch die muslimischen Gemeinden der Stadt. Das muslimische Engagement ist so vielfältig, wie das muslimische Leben in Berlin. Es wurden eigene Initiativen und Projekte gegründet, aber auch in etablierten Einrichtungen mitgearbeitet, wie in denen der Wohlfahrtspflege. „Das weitgehend ehrenamtliche Engagement der Berliner Musliminnen und Muslime ist ein wertvoller Beitrag für den Integrationsprozess, gleichzeitig ein wichtiger zivilgesellschaftlicher Impuls, der es verdient mit Respekt und Anerkennung wahrgenommen zu werden“, so der Integrationsbeauftragte Andres Germershausen.

Es geht auch – aber nicht nur – um Religion. So haben die Gemeinden während des Fastenmonats Ramadan an geflüchtete Menschen täglich mehrere hundert von Essen verteilt. Die Moscheen stellen dabei außerhalb der Notunterkünfte vertraute geschützte Orte dar. Hier finden soziale Begegnungen statt. Es werden Orientierungshilfen für das neue Leben in Berlin gegeben, Begleitung bei Behördengängen und Wohnungssuche angeboten oder eine psychologische Betreuung der oft traumatisierten Ratsuchenden durchgeführt. Viele Angebote haben eine berufliche Integration zum Ziel, wie beispielsweise das Netzwerk für geflüchtete Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Ingenieure und Studierende. Ein Mentoren-Projekt begleitet das Anerkennungsverfahren beruflicher Qualifikationen. Andere Initiativen bringen junge Geflüchtete mit jungen engagierten Berlinerinnen und Berlinern zusammen. Den Akteurinnen und Akteuren ist es wichtig, unabhängig von der Religionszugehörigkeit, offen zu sein für alle, die sich engagieren möchten oder Hilfe suchen. „Das Engagement ist beeindruckend vielfältig, die kulturelle Nähe erleichtert oft die Verständigung. Berlin kann sich glücklich schätzen über diese Initiativen“, so Germershausen. Es gibt ein breites Spektrum muslimischer Initiativen für Geflüchtete. Auf der Pressekonferenz werden exemplarisch fünf Projekte von den Akteurinnen und Akteuren vorgestellt: