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Newsletter des Landesdenkmalamtes Berlin - April 2021

1. Erste Preisverleihung: Studienpreis des Landesdenkmalamtes Berlin

Bildvergrößerung: Urkunde Studienpreis Berlin, Außenseite
Urkunde Studienpreis, Außenansicht
Bild: Landesdenkmalamt Berlin

Am 3. Mai 2021 wird zum ersten Mal der Studienpreis des Landesdenkmalamtes verliehen. Die Preisverleihung mit Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, und Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut, findet online via Webex statt – alle Interessierten sind herzlich eingeladen einzuschalten:

Bundesweit ist es das erste Mal und einmalig, dass sich ein Preis im Bereich Denkmalpflege direkt an Bachelor- und Master-Studierende richtet. Umso glücklicher sind wir, dass wir nicht wie angekündigt nur drei Preisträgerinnen und Preisträger, sondern aufgrund der zahlreichen sehr guten Bewerbungen gleich vier Arbeiten auswählen konnten.

Den Studienpreis des Landesdenkmalamtes Berlin 2021 erhalten:
  • Jonatan Anders von der Technische Universität München im Fachgebiet Architektur für die Masterarbeit „Berlin Dreilinden. Relikt eines Transits. Entwicklung und Nachnutzung einer obsoleten Typologie“
  • Cornelius Hutfless von der Technischen Universität Berlin im Fachgebiet Denkmalpflege für die Masterarbeit „Berlins Kleinhaussiedlungen bis 1945 – Instrumente der städtebaulichen Denkmalpflege zum Erhalt ihres einheitlichen Erscheinungsbildes“
  • Claudia Warkusch & Max Karl Leonhard Waechter von der Beuth Hochschule Berlin im Fachgebiet Architektur für die Masterarbeit „Kreativstadt Weißensee“
  • Nicola Wündsch von der Humboldt Universität zu Berlin im Fachgebiet Kunst- und Bildgeschichte für die Bachelorarbeit „Das Parlament der Bäume – Das ist die Botschaft“ Über Ben Wagins „Mauer-Denk-Stätte“ im Berliner Regierungsviertel

Wir gratulieren den Preisträgerinnen und Preisträgern zu ihrer Auszeichnung mit dem ersten Studienpreis des Landesdenkmalamtes Berlin 2021.

Der Studienpreis des Landesdenkmalamtes Berlin würdigt und fördert die Beschäftigung an Universitäten und Hochschulen mit der Berliner Denkmallandschaft. Er wird jährlich für drei herausragende Bachelor- und Masterarbeiten verliehen, die sich auf die Berliner Denkmallandschaft beziehen und für die Berliner Denkmalpflege relevante Themen behandeln. Jeder Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Über die Verleihung der Preise entscheidet das Landesdenkmalamt Berlin.

Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Weitere Informationen zum Studienpreis

2. Neue Veranstaltungsreihe: „Auf dem Weg zum Welterbe“

Bildvergrößerung: Strausberger Platz
Strausberger Platz
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Digitaler Dialog – Auf dem Weg zum Welterbe“ begleitet das Landesdenkmalamt Berlin die aktuellen Vorbereitungen für den Welterbevorschlag „Karl-Marx-Allee 1. und 2. Bauabschnitt / Interbau 1957“.

Die Veranstaltungen finden seit März 2021 jeweils am zweiten Mittwoch im Monat ab 18.00 Uhr statt – weitere Infos und Termine finden Sie auf unserer Webseite.

Bei Interesse können Sie sich in den Verteiler eintragen lassen. Sie werden dann immer rechtzeitig über die nächsten Termine und Themen informiert. Dazu genügt eine leere E-Mail an welterbevorschlag@complangmbh.de mit dem Betreff „Verteiler“.

3. Termin verschoben: Denkmalpflege vor Ort - Lietzenseepark

Bildvergrößerung: Lietzenseepark
Lietzenseepark
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Anne Herdin

Ursprünglich sollte am 20. April eine weitere Ausgabe der Veranstaltungsreihe “Denkmalpflege vor Ort” stattfinden, dieses Mal im und zum Thema Lietzenseepark.

Pandemiebedingt wurde die Fachfortbildung auf den 5. Oktober 2021 verschoben.

Wie immer finden Sie alle Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung im Veranstaltungskalender der Architektenkammer Berlin

4. Digitales Kolloquium zum Berliner Mühlendamm

Bildvergrößerung: Plakat zur Veranstaltung "Der Berliner Mühlendamm"
Veranstaltungsplakat
Bild: Historische Kommission zu Berlin e.V.

Am 30. April 2021 findet ganztägig das wissenschaftliche Kolloquium „Ältester Spreeübergang – Energielieferant – Verkehrsader: Der Berliner Mühlendamm“ online via Zoom statt.
Bei der Veranstaltung des Historischen Kommission zu Berlin e.V. in Kooperation mit dem Landesdenkmalamt Berlin und dem Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin spricht unter anderem der Staatssekretär für Europa, Gerry Woop. Eine Einführung in das Kolloquium gibt Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut.

In vier Sektionen beleuchten die Referentinnen und Referenten die infrastrukturhistorische Dimension des Berliner Mühlendamms – von seinen Anfängen im Mittelalter bis zu den Veränderungen im 20. Jahrhundert. Unter anderem führt der Leiter der Grabung am Molkenmarkt und Mitarbeiter des Landesdenkmalamtes Berlin, Dr. Michael Malliaris, virtuell über die archäologische Grabung auf dem Molkenmarkt. Am Nachmittag spricht Dr. Hubert Staroste, früherer langjähriger Mitarbeiter des Landesdenkmalamtes Berlin, über den Ausbau der Unterspree zur Reichswasserstraße und die Beseitigung des Mühlendamms.
Ziel des wissenschaftlichen Kolloquiums ist es, die historische Bedeutung des vormaligen Mühlendamms für den Berliner Stadtraum herauszuarbeiten und den ältesten Spreeübergang Berlins ins öffentliche Bewusstsein zu rufen. Dieser Spreeübergang sowie der sich östlich anschließende Molkenmarkt gehören zur mittelalterlichen Keimzelle Berlins und bildeten eines der wirtschaftlichen Zentren der Stadt bis weit in das 19. Jahrhundert hinein. Auf dem Mühlendamm pulsierte das öffentliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben Berlins in seiner beeindruckenden Vielschichtigkeit – darüber geben die historischen, archäologischen und kulturwissenschaftlichen Quellen vergleichend zu anderen europäischen Mühlendämmen Auskunft.

Weitere Informationen
Das vollständige Programm finden Sie hier

Termin: Freitag, 30. April 2021, 9:00 – ca. 18:00 Uhr
Kostenlos und ohne Voranmeldung via Zoom

5. Anmeldung zum Tag des offenen Denkmals 2021

Bildvergrößerung: Kath. St.-Judas-Thaddäus-Kirche
Kath. St.-Judas-Thaddäus-Kirche
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

Letzte Chance für alle Veranstalterinnen und Veranstalter des Tags des offenen Denkmals in Berlin, die auch im gedruckten Programmheft erscheinen möchten – bis zum 30. April ist das online hier möglich.
Auch danach können Sie sich noch anmelden, Ihr Angebot erscheint dann im Online-Programm.

Der Tag des offenen Denkmals findet bundesweit am 12. September 2021 statt, in Berlin am gesamten Wochenende vom 11. bis 12. September. Das Motto für Berlin lautet: „Sinnlich & Sinnvoll“. Denkmale endlich wieder mit allen Sinnen zu erleben, real und vor Ort, nicht nur am Bildschirm – danach besteht nach den vielen Corona-Monaten eine ganz große Sehnsucht.

6. Workshop zum Olympiagelände Berlin

Bildvergrößerung: Überblicksplan Olympiagelände
Überblicksplan Olympiagelände
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Archiv

Wie bereits im letzten Newsletter gemeldet, findet am 8. Juni 2021 der ganztägige Workshop „Das Olympiagelände Berlin – Erbe, Nutzung, Vermittlung“ statt. Er widmet sich den Herausforderungen im Umgang mit dem Olympiagelände Berlin. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem Landessportbund Berlin ausgerichtet. Es eröffnen: Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport, und Gerry Woop, Staatssekretär für Europa.

Pandemie-bedingt richten wir den Workshop als Online-Veranstaltung aus. Er wird hier auf unserem Youtube-Kanal zu sehen sein und kann ohne Anmeldung kostenfrei besucht werden. Das vollständige Programm veröffentlichen wir demnächst auf unserer Webseite.

7. Jung, aber Denkmal: „Nikolaiviertel & Altstadtplatte“

Bildvergrößerung: Nikolaiviertel, Arkaden an der Rathausstraße
Nikolaiviertel
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Anne Herdin

Am 7. April 2021 fand eine weitere Veranstaltung in der Reihe „Jung, aber Denkmal“ statt – dieses Mal zum Thema Nikolaiviertel & „Altstadtplatte“. Es war bereits die vierte Veranstaltung in der gemeinsamen Reihe des Landesdenkmalamtes Berlin und der Architektenkammer Berlin und ein voller Erfolg! Am Abend folgten knapp 200 Zuschauerinnen und Zuschauer dem Livestream. Wer den Termin verpasst hat, kann nun die Aufzeichnung in unserem Youtube-Kanal anschauen und findet dort auch die älteren Ausgaben.

Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut stellte zu Beginn das Nikolaiviertel, seine Entstehung und Besonderheiten sowie auch weitere „Altstadtplatten“ Berlins vor. Als Zeitzeuge kam der ehemalige Chef-Architekt der DDR, Roland Korn, in einem vorab aufgezeichneten Telefon-Interview zu Wort. Im Anschluss folgte eine Diskussion zwischen den Podiumsgästen Nikolaus Bernau, Journalist, Christine Edmaier, Präsidentin der Architektenkammer Berlin und Mitglied des Landesdenkmalrates Berlin, Christina Geib, Geschäftsführerin der WBM und live dazugeschaltet aus Glasgow Prof. Dr. Florian Urban von der Glasgow School of Art.

8. Neu unter Denkmalschutz

Reste von Lagern aus der NS-Zeit

Das Arbeitslager für Kriegsgefangene in der Wuhlheide und das Zwangsarbeiterlager GBI Nr. 77/78 in Treptow-Köpenick sind zwei von über tausend Lagern, die während des Zweiten Weltkrieges in Berlin errichtet wurden. Heute sind viele dieser Lagerstandorte in Berlin überbaut oder stark beeinträchtigt und geraten deshalb häufig in Vergessenheit. Umso wichtiger ist es, Relikte und Spuren dieser Zeugnisse des Zweiten Weltkrieges zu bewahren.

Das Arbeitslager für Kriegsgefangene von 1941 und das Zwangsarbeiterlager „GBI-Lager Nr. 77/78“, vom Generalbauinspektor der Reichshauptstadt (GBI) Albert Speer und den Gebietsbeauftragten geplant, wurden jetzt aufgrund ihrer geschichtlichen und wissenschaftlichen Bedeutung als Bodendenkmale in die Berliner Denkmalliste aufgenommen. Am GBI-Lager informiert heute eine Tafel über das Areal und seine Geschichte, der Bereich ist jedoch nur eingeschränkt zugänglich.

Ein Gropius-Bau unter der Grunerstraße

Bildvergrößerung: Terrakotta-Kopf
Lebensgroßer Terrakotta-Kopf
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, D. Rathert

Im Zuge der archäologischen Ausgrabungen am Molkenmarkt in Berlin-Mitte wurden von November 2020 bis März 2021 weitere Bereiche zwischen Kloster- und Littenstraße freigelegt. Die Gesamtfläche von gut 1.000 Quadratmetern ließ zahlreiche Überreste des ehemaligen städtischen Quartiers unter der Grunerstraße ans Licht kommen. So konnten die östliche Begrenzung der mittelalterlichen Stadt sowie eine mächtige Mauer des 17. Jahrhunderts freigelegt werden.

Der Hauptteil der untersuchten Fläche wurde von den Kellern der 1878–80 durch die Architekten Martin Gropius und Heino Schmieden errichteten und im Zweiten Weltkrieg zerstörten Königlichen Kunstschule eingenommen. Die Kunstschule an der Klosterstraße 75, deren Leitung Gropius gleichsam innehatte, diente der Ausbildung von Zeichenlehrern und Kunsterziehern.
Ein Echo aus dieser Zeit sind Überreste von Gipsskulpturen und Gussformen, die aus den verschütteten Kellerräumen der 1945 zerstörten Kunstschule geborgen wurden. Nach dem Umzug der Kunstschule 1920 befand sich während des Dritten Reichs eine der bemerkenswertesten Kunsteinrichtungen in diesen Räumlichkeiten – die Ateliergemeinschaft Klosterstraße. Dort konnten auch zum Teil als „entartet“ geltende Künstler wie Käthe Kollwitz und Hermann Blumenthal arbeiten.
Weitere Informationen und Abbildungen

9. Happy Birthday, Werner Düttmann!

Bildvergrößerung: Brücke-Museum
Brücke-Museum
Bild: Brücke-Museum

Am 6. März vor 100 Jahren wurde Werner Düttmann geboren, einer der einflussreichsten Architekten und Baupolitiker West-Berlins (* 6. März 1921 in Berlin; † 26. Januar 1983 ebenda). Anlässlich des Jubiläums hat das Landesdenkmalamt Berlin die Denkmalliste überprüft und weitere Bauten des Architekten eingetragen.

Mehr als 20 Werke von und mit Werner Düttmann stehen nun unter Denkmalschutz. Bereits vor der Verabschiedung des ersten West-Berliner Denkmalschutzgesetzes 1977 war beispielsweise die Kongresshalle durch einen Eintrag in die Bauordnung Berlin geschützt. Die anderen Bauten kamen sukzessive dazu.

Eine Liste der aktuell unter Denkmalschutz stehenden Bauten Werner Düttmanns finden Sie auf unserer Webseite.

Das Brücke-Museum begleitet das Jubiläum mit einer umfangreichen Ausstellung – weitere Infos am Ende des Newsletters.

10. Neues von der Grabung am Molkenmarkt

Bildvergrößerung: Innenseite aus der neuen Broschüre über die Grabung Molkenmarkt
Blick in die neue Broschüre
Bild: S. Steinberg, DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft

Archäologie-Fans aufgepasst: Eine neue Online-Broschüre mit dem Titel „Archäologie. Was liegt unter dem Molkenmarkt verborgen?“ informiert über erste Erkenntnisse der Grabung am Molkenmarkt in Mitte! Sie steht zum Download auf unserer Webseite zur Verfügung.

Seit vielen Monaten können pandemiebedingt trotz des großen Interesses keine öffentlichen Führungen über die Ausgrabung stattfinden – umso glücklicher sind wir nun, dass die Broschüre unter anderem erste Ergebnisse der Grabung vermittelt.

Die Broschüre bietet anschaulich und übersichtlich Ein- und Ausblicke in die vier Grabungsfelder und ihre Funde am historischen Molkenmarkt. Gleichzeitig beantwortet sie Fragen, die sich jeder Interessierte hier stellt: Was war denn früher dort? Wie sieht es jetzt aus? Und vor allem: Was wurde denn Spannendes gefunden und was passiert danach mit den Relikten? Hierbei werden Funde, Untersuchungen und ersten Rückschlüsse vorgestellt. Es sind schließlich 800 Jahre Berliner Geschichte, die sich unter einer dicken Decke aus Beton und Asphalt verbergen. Uralte Fundamente, Steine und verschieden gefärbte Erdschichten sind es, die den Archäologinnen und Archäologen der Molkenmarktgrabung zahlreiche Erkenntnisse über die mittelalterliche Stadt und auch spätere Zeiten liefern.

Weitere Informationen zur Grabung Molkenmarkt
Virtuelle Führung durch die Grabungsstätte

11. Berlin to go – Ausstellungstipps

Werner Düttmann. Berlin. Bau Werk.

Bildvergrößerung: Düttmann-Ausstellung 2021 am Mehringplatz
Düttmann-Ausstellung 2021 am Mehringplatz
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Marianna Klix

Das Brücke-Museum zeigt vom 17. April bis 11. Juli 2021 die großangelegte Ausstellung “Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk”, die in zwei Teilen eröffnet. Das Landesdenkmalamt Berlin ist Kooperationspartner der Ausstellung und Förderer des umfangreichen Ausstellungskatalogs.

Die Hauptausstellung im Brücke-Museum bietet einen Überblick über alle Berliner Gebäude des Architekten und gibt so Impulse, die Bauten im Stadtraum aktiv zu entdecken. Sie stellt ferner Düttmanns wenig bekannte künstlerische Anfänge vor, ebenso Teile seiner Kunstsammlung. Nicht zuletzt würdigt die Präsentation das Brücke-Museum selbst als Gebäude Düttmanns und als vorbildlichen Raum für Kunst. Ein Ausstellungsraum wurde dafür in den historischen Zustand zurückgeführt, ausgewählte Meisterwerke der Sammlung werden in der ursprünglichen Hängung gezeigt.

Neben dem Brücke-Museum sind Ausstellungskapitel im Foyer der Akademie der Künste, der Hansabücherei, KÖNIG GALERIE in St. Agnes und dem Haus der Kulturen der Welt (HKW) geplant.

Ausstellungskatalog
Neben zahlreichen Artikeln, die das Leben, Entwerfen und Bauen Werner Düttmanns beleuchten, enthält der Ausstellungskatalog auch ein umfangreiches Werkverzeichnis. In dem Artikel „Werner Düttmann. Werke und Werte“ beleuchten Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut und Dr. Thorsten Dame, Mitarbeiter der Inventarisation im Landesdenkmalamt Berlin, das architektoonische Erbe Düttmanns aus Sicht der Denkmalpflege.

Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk.
Wasmuth & Zohlen Verlag, Berlin
372 Seiten, 368 Abbildungen
deutsch/englisch
ISBN 978-3-8030-2215-8, 39,90 Euro

Werner Düttmann digital & vor Ort
Seit 6. März 2021 führen Informationstafeln über die Gebäude und Plätze Düttmanns an 28 Orte im öffentlichen Stadtraum. Die umfangreiche Webseite zum Düttmann-Jubiläum bietet verschiedene Routen-Vorschläge für Architektouren und eignet sich hervorragend als mobiler Düttmann-Guide.

Auf seinem Youtube-Kanal stellt das Brücke-Museum elf Bauten Düttmanns in kurzen Videos vor und gibt selten gezeigte Einblicke ins Innere.

Weitere Informationen und aktuelle Öffnungszeiten

Anything Goes? Berliner Architekturen der 1980er Jahre

Bildvergrößerung: Friedrichstadtpalast
Friedrichstadtpalast
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Anne Herdin

Vom 17. März – 16. August 2021 präsentiert die Berlinische Galerie die Ausstellung „Anything Goes? Berliner Architekturen der 1980er Jahre“.

In Berlin gibt es eine einzigartige Dichte von bemerkenswerten Bauten aus den 1980er Jahren, deren Bedeutung es nach mehr als 30 Jahren zu überprüfen gilt. Ihre vielfältige und bunte Architektursprache stellte bisherige Vorstellungen einer modernen Lebenswelt in Frage.

Gerne mit dem Etikett der „Postmoderne“ versehen, kennzeichnet sie die Verwendung von Bautypen und Stilmitteln der Vergangenheit sowie die Erprobung alternativer Lebensweisen in der Großstadt. Als Beiträge zur Internationalen Bauausstellung 1984/87 (West) und der Bauausstellung 1987 (Ost) im Rahmen der 750-Jahr-Feier entstanden, glich Berlin einer Art Architekturlabor, das weit über die Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen wurde. Bereits zur Entstehungszeit als kunstvolle Fehlgriffe kritisiert, sind wichtige Zeugnisse dieser Bauepoche heute verschwunden, überformt oder vom Abriss bedroht.

Die Ausstellung untersucht erstmalig, was und wer die für Ost- und West-Berlin im letzten Jahrzehnt vor dem Mauerfall entwickelten Bauten und Visionen prägte. Installationen der Künstlerin Isa Melsheimer und der Gruppe Guerilla Architects bieten eine zeitgenössische Perspektive auf die präsentierten postmodernen Architekturen. Eine kostenlose Web-App mit Hörspaziergängen führt zu ausgewählten Bauten aus den 1980er Jahren in der Stadt.

Ein digitaler etwa 20-minütger Rundgang führt durch die Ausstellung.

Drei Routen führen zu verschiedenen Bauten der 1980er Jahre und sind digital als Audiowalk abrufbar:

Weitere Informationen, aktuelle Öffnungszeiten und den Ausstellungstrailer finden Sie auf der Webseite des Museum