Einschränkungen im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo)

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) Berlin muss nun zum zweiten Lockdown seit dem 16. Dezember wieder schnell auf das sich immer weiter ausbreitende Corona-Virus reagieren und schließt seine Einrichtungen mit Publikumsverkehr.
Die Mitarbeitenden bleiben weiterhin Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Ratsuchende. Um soziale Kontakte zu beschränken und Risikogruppen zu schützen, gelten weiterhin folgende Einschränkungen.

Corona in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie hier: berlin.de/corona

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Städtepartnerschaft Berlin-Moskau: Das 16. Sozialseminar erfolgreich abgeschlossen

Zusätzlich zu den in der ersten Jahreshälfte stattgefundenen Fachseminaren in Berlin, die das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) für Moskauer NGO-Partner ermöglichte, wird die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Moskauer Amtspartner Vladimir Petrosyan, Minister der Moskauer Regierung, Leiter des Departements für Beschäftigung und soziale Sicherheit der Bevölkerung der Stadt Moskau, erfolgreich fortgesetzt. So fand in der Zeit 03.-08. Juli 2016 in Moskau das 16. Seminar zu Fragen der umfassenden Teilhabe von Menschen mit Behinderung statt.

Das vielseitige Arbeitsprogramm bot den Delegierten aus Berlin die Möglichkeit, sich fachlich an Runden Tischen zu beteiligen. Dabei wurden u. a. folgende Themen behandelt: „Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention – Herausforderungen im Bereich Soziales“; „Die Rolle von Sozialbehörden und Nichtregierungsorganisationen bei der Förderung des Bewusstseins für die Fähigkeiten und Leistungen von Menschen mit Behinderungen“.

Dr. Jürgen Schneider, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung, Leiter der Berliner Delegation, informierte die Moskauer Partner über die aktuellen Entwicklungen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Land Berlin und konstatierte erfreut positive Entwicklungen – vor allem auf dem Gebiet der beruflichen Förderung von Menschen mit Handicap (leitete 2013 die Berliner Delegation). Der Delegationsleiter und Prof. Katrin Hinz, Dekanin des Fachbereichs Gestaltung und Kultur an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), sowie Dr. Carsten Brausch, Leiter der Abteilung Technischer Beratungsdienst im Kölner Integrationsamt, zeigten sich auch von der Arbeit der besichtigten sozial-medizinischen und bildungs-sozialen Einrichtungen der russischen Hauptstadt beeindruckt:

  • Wissenschaftlich-Praktisches Schwetzova-Zentrum für medizinische und soziale Rehabilitation von behinderten Menschen (für Erwachsene und Kinder);
  • Staatliches Ressourcenzentrum für Menschen mit Behinderung (Technische Hilfsmittel);
  • Rehabilitationszentrum „Bewältigung“ (modernes Reha-Zentrum für Jugendliche und Erwachsene mit Zerebralparese);
  • Psychiatrie-Klinik Nr. 1 (Partnereinrichtung des Integrationsunternehmens FortePrint);
  • Moskauer Arbeitsagentur für Jugendliche (neu gegründet: Berufliche Orientierung und Arbeitsvermittlung);
  • Moskauer Staatliche Bauman-Universität für Technik (elitäre Universität);
  • Moskauer Zentrum für Rehabilitation und Ausbildung Nr. 7.
Die Seminarergebnisse sprechen für sich:
  • Prof. Katrin Hinz, HTW Berlin, und Prof. Alexander Stanevskiy, Moskauer Staatliche Bauman-Universität für Technik, sprachen sich für dauerhafte Kooperationen (Studentenaustausch, Gastprofessuren, gemeinsame Forschung, etc.) zwischen den universitären Einrichtungen aus.
  • Es ist u. a. vorgesehen, den Fachaustausch zum Thema “Entwicklung und Herstellung von technischen Hilfsmitteln für Menschen mit Behinderung“ zu intensivieren. Eine geeignete Plattform dafür bietet die Moskauer technische Bauman-Universität, die in Sachen Kommunikationsmittel für Studierende mit einer Hörbehinderung zu den führenden Universitäten weltweit gehört.

Traditionsgemäß empfing Lothar Szych, Leiter des Referats für Arbeit, Soziales und Gesundheit, Deutsche Botschaft in Moskau, die Berliner Delegation sowie Vertreter des Moskauer Departements für Beschäftigung und Soziales. Respektvoll berichtete der erfahrene Politiker und Russlandexperte über die aktuellen Entwicklungen in der Russischen Föderation und ging – als guter Gastgeber – auf die vielen Fragen seiner Gesprächspartner ein.

Bei einem offiziellen Empfang würdigte Minister Petrosyan die besondere Verlässlichkeit und das besondere Engagement seiner Berliner Partner und plädierte dafür, gemeinsam mit der politischen Leitung der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales die Herausforderungen der Weiterentwicklung der sich bewährten Kooperation – im Rahmen eines Arbeitstreffens in Moskau – zu erörtern, um die Maßnahmenplanung Soziales für die Jahre 2017-2019 sicher zu stellen.

Nelli Stanko