Ausländische Delegationen 2015

Delegation aus Bangladesch im LAGeSo

Gruppenbild
Gruppenbild Bild: LAGeSo

Im Oktober 2015 organisierte die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) – im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – eine Bildungsreise für eine hochrangige Delegation aus der Volksrepublik Bangladesch. Das vielseitige Besuchsprogramm sah u. a. Fachgespräche im Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie in der in der Bundesagentur für Arbeit vor.

Auf Anfrage von Frau Konrad, GIZ, führte das Integrationsamt des LAGeSo für die Delegierten aus Südasien am 27. Oktober einen Fachaustausch zum Themenkomplex „Berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderung“ durch. Neben dem Überblick über die Aufgaben und Leistungen des Integrationsamtes war die Förderung der beruflichen Teilhabe von (schwer)behinderten Menschen in Berlin – im Kontext der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) – Bestandteil des Fachvortrages.

Die Leitungskräfte aus Bangladesch gestalteten die Fachdiskussion zur Förderung von Arbeitgebern, die schwerbehinderte Menschen ausbilden oder beschäftigen, aktiv mit. Beeindruckt zeigten sich die Gäste von der Antriebs- und Ausgleichsfunktion der Ausgleichsabgabe, die Arbeitgeber in Deutschland an das zuständige Integrationsamt entrichten, wenn sie der gesetzlich vorgeschriebenen Pflicht zur Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen nicht bzw. nicht im vollen Umfang nachkommen.

Die Delegationsleiterin, Staatssekretärin Nasima Begum, bedankte sich für den gewinnbringenden Fachaustausch und würdigte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales als international offene Behörde.

Hintergrundinformationen:
Bangladesch hat im Jahr 2007 die UN-BRK unterzeichnet (Deutschland: 2009). Im Rahmen der Umsetzung der UN-BRK wird in Bangladesch ein Programm zur Etablierung einer Struktur von Integrationsfachdiensten (IFD) erarbeitet – analog den deutschen IFD, die in der Strukturverantwortung der Integrationsämter sind.

Delegation aus Mexiko im LAGeSo

Herr Staack, LAGeSo (rechts), mit den Delegierten aus Mexiko
Bild: LAGeSo

Im Oktober 2015 führte das Goethe-Institut – im Auftrag des Auswärtigen Amtes – eine Bildungsreise für eine Delegation aus Mexiko zum Thema „Opferschutz und Opferentschädigung“ durch. Auf Anfrage von Frau Dr. Metger, Goethe-Institut, organisierte das LAGeSo für die mexikanischen Delegierten am 16. Oktober einen Fachaustausch im Versorgungsamt, den Herr Staack, Referatsleiter, fachlich leitete.

Bildvergrößerung: Die Delegierten aus Mexiko
Bild: LAGeSo

Nach der Begrüßung der Delegierten durch Frau Dr. Winterling, Leiterin der Abteilung Versorgung, stellte Herr Staack die Grundlagen und Leistungen des Opferentschädigungsgesetztes in Deutschland dar. Die Leitungskräfte aus Mexiko zeigten sich sehr interessiert und stellten viele Fragen zum Verwaltungsverfahren (z. B. zur Zusammenarbeit mit der Polizei und der Justiz). Die Gäste waren von der umfassenden Versorgungsregelungen nach dem Sozialen Entschädigungsrecht beeindruckt.

Ein Auszug aus dem Dankesschreiben von Frau Dr. Metger an das LAGeSo ist Beleg für den zielführenden internationalen Austausch auf der Verwaltungsebene und würdigt die Fachkompetenz des Referenten des Versorgungsamtes: „Im Namen des Besucherprogramms möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie sich letzte Woche Zeit genommen haben für ein Treffen mit unseren mexikanischen Gästen. Diese sind mittlerweile erschöpft, aber glücklich, nach Mexiko zurückgekehrt. Wie ich von unseren Begleitern hörte, haben die Gäste von der Begegnung mit Ihnen wertvolle Eindrücke und Anregungen mitgenommen. Sie waren beeindruckt davon, wie offen Sie auf ihre Fragen eingegangen sind, und haben viele Impulse für ihre eigene Arbeit erhalten. Das Gespräch mit Ihnen, so wurde mir berichtet, war jedenfalls eines der Highlights des Programms!“

Nelli Stanko

LAGeSo empfängt Delegation aus Usbekistan

Bachodir Kurbanov, stellvertretender Innenminister der Republik Usbekistan (links); Dr. Durbek Amanov, S.E. Botschafter der Republik Usbekistan in der BRD (rechts);
Bild: LAGeSo

Auf Einladung des Bundesministeriums des Innern (BMI) nahm eine hochrangige Delegation aus Usbekistan am 4. September 2015 an der 8. Sitzung der deutsch-usbekischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der in Usbekistan lebenden Bürger deutscher Volkszugehörigkeit teil. Die ausländischen Gäste äußerten den Wunsch, sich im Rahmen der Kommission über die Aufnahme, Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen in Berlin zu informieren.

Auf Anfrage von Herrn Dr. Schumacher, Referatsleiter im Bundesinnenministerium, organisierte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) am 05. September 2015 in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Berlin-Marienfelde einen Fachaustausch für die Regierungsdelegation aus Usbekistan.

Neben den Delegierten – unter der Leitung des stellvertretenden Innenministers der Republik Usbekistan, Herrn Bachodir Kurbanov, und Herrn Dr. Durbek Amanov, S.E. Botschafter der Republik Usbekistan in der Bundesrepublik Deutschland, nahmen Vertreter des Bundesinnenministeriums am Fachgespräch teil. Dem Fachvortrag des LAGeSo „Grundlagen der Aufnahme von Asylbewerbern in der Bundesrepublik Deutschland – Praxis und Herausforderungen am Beispiel des Landes Berlin“ schloss sich eine lebendige Fachdiskussion an. Frau Sternal, Bereichsleiterin im Internationalen Bund, stellte die Flüchtlingsunterkunft vor und ging auf die Fragen der Seminarteilnehmer bei einem Rundgang durch das Wohnheimgelände ein.

Die ausländischen Gäste machten interessiert mit und zeigten sich vom fruchtbaren Fachaustausch sowie vom Einblick in die Arbeitsorganisation einer Flüchtlingsunterkunft beeindruckt. S.E. Botschafter Herr Dr. Amanov und Herr Dr. Schumacher, BMI, dankten dem LAGeSo für die Ermöglichung des Empfangs der usbekischen Delegation – in einer für das Amt angespannten Arbeitssituation aufgrund der sehr hohen Zugänge in der Flüchtlingsaufnahme.

Delegation aus der Ukraine im LAGeSo

Fachaustausch
Bild: LAGeSo

Die Europäische Akademie Berlin führt in der Zeit vom 26.-31. Juli 2015 – auf Initiative des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland – Seminare für leitende Verwaltungsvertreter aus der Ukraine durch. Das Seminarprogramm trägt den Arbeitstitel „Akademie für Gute Regierungsführung und Empowerment in Europa (AGREE)“ und sieht zahlreiche Fachgespräche mit Amtspartnern in Berlin, Dresden und Leipzig vor.

Auf Anfrage von Herrn Prof. Dr. Stratenschulte, Leiter der Europäischen Akademie, organisierte das LAGeSo für zwölf hochrangige ukrainische Delegierte am 30. Juli einen Fachaustausch zum Thema „Zwischen Fürsorge und Eigenverantwortung: Das Fallbeispiel Sozialpolitik“. Unterstützt durch zwei Simultandolmetscherinnen wurden folgende thematische Schwerpunkte behandelt: Das System der sozialen Sicherung der Bundesrepublik Deutschland, das Sozialgesetzbuch und die Vorstellung des LAGeSo als Kompetenzzentrum für gesundheitliche und soziale Leistungen in Berlin. Aufgrund des großen Interesses der ausländischen Gäste schloss sich dem Fachgespräch eine spannende Diskussion an.

Gruppenbild: Ukrainische Delegierte; Magdalena Baier (zweite Person von rechts), Tagungsassistentin der Europäischen Akademie; Nelli Stanko (mittig), LAGeSo, Internationale Kontakte
Bild: LAGeSo

Hintergrundinfo:
Das deutsch-ukrainische Projekt AGREE wird seit 2014 auf umgesetzt und verfolgt das Ziel, ukrainischen Vertretern aus Politik und Verwaltung einen praxisbezogenen Erfahrungsaustausch in Deutschland zu ermöglichen und so den Transformationsprozess in der Ukraine zu unterstützen.

Delegation aus Saudi Arabien im LAGeSo

Herr Giffey, LAGeSo, Abteilung Gesundheit (am Laptop), referiert für Delegierte aus Saudi Arabien
Bild: LAGeSo

Am 27. Juli 2015 besuchten acht Fachexperten der Qualitätssicherung der „Food and Drug Authority“ aus Saudi Arabien (www.sfda.gov.sa) die Fachgruppe I C 1 im LAGeSo. Ziel des Fachaustausches war es, sich über die qualitätsgesicherte Arbeit im Bereich der EU-Zulassung von Lebensmittelbetrieben im Land Berlin zu informieren.

Herr Dr. Sagebiel, Referatsleiter für den gesundheitsbezogenen Verbraucherschutz, stellte einleitend das Amt und deren Aufgabenbereiche vor. Herr Dr. Giffey leitete das halbtägige Fachseminar und informierte die Delegierten über die Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsbeteiligten und den Kontrollbehörden im Bereich der Lebensmittelsicherheit. Es wurde das landesspezifische Qualitätsmanagementsystem zur einheitlichen amtlichen Zulassung von Betrieben, die Lebensmitteln tierischen Ursprungs verarbeiten und in den Verkehr bringen, dargestellt. Die Herausforderungen der Flexibilität in Bezug zu den rechtlichen Anforderungen an eine EU-Zulassung waren ebenfalls Bestandteil der Fachvorträge.

Delegierte
Bild: LAGeSo

Im Rahmen des Deutschlandaufenthalts wird die Delegation weitere Behörden und Betriebe in verschieden Bundesländern besuchen, um ein umfangreiches Bild der qualitätsgesicherten Arbeit im Bereich der Lebensmittelsicherheit zu bekommen.

Delegation aus der Ukraine, Georgien und Moldau im LAGeSo

Gruppenbild (links - Frau Dr. Despot, stell. Leiterin der Europäischen Akademie Berlin)
Bild: LAGeSo

Auf Initiative des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland führt die Europäische Akademie Berlin in der Zeit vom 15. Februar bis zum 21. März 2015 Seminare für zwölf leitende Verwaltungsvertreter aus der Ukraine, Georgien und Moldau durch. Das Seminarprogramm trägt den Arbeitstitel „Akademie für Gute Regierungsführung und Empowerment in Europa (AGREE)“ und sieht zahlreiche Fachgespräche mit Amtspartnern in Berlin, Potsdam und Hannover vor. Auf Anfrage von Frau Dr. Despot, stell. Leiterin der Europäischen Akademie, organisierte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) am 13. März einen Fachvortrag für die hochrangigen ukrainischen, georgischen und moldauischen Delegierten. Neben der Vorstellung des Aufbaus und Aufgabenspektrums des LAGeSo war die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, die die Arbeit des Landesamtes prägt, Bestandteil des Vortrages.

Fachaustausch im LAGeSo
Bild: LAGeSo

Die Seminarteilnehmer wirkten interessiert mit und ermöglichten – unterstützt durch zwei Simultandolmetscherinnen – eine lebendige Fachdiskussion. Frau Dr. Despot bedankte sich für die Organisation des fruchtbaren Fachaustausches im LAGeSo, der auf Wunsch der ausländischen Gäste zeitlich verlängert wurde.

Hintergrundinfo:
Das deutsch-ukrainische Projekt AGREE wird seit 2014 umgesetzt und verfolgt das Ziel, ukrainischen Vertretern aus Politik und Verwaltung einen praxisbezogenen Erfahrungsaustausch in Deutschland zu ermöglichen und so den Transformationsprozess in der Ukraine zu unterstützen.