Einschränkungen im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo)

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) Berlin öffnet Schritt für Schritt seinen Dienstbetrieb und damit auch die Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Um soziale Kontakte zu beschränken und Risikogruppen zu schützen, gelten weiterhin folgende Einschränkungen.

Corona in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie hier: berlin.de/corona

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Ende der diesjährigen Badesaison am 15.09.2021

Pressemitteilung vom 14.09.2021

Der Badesommer 2021 hatte viele sonnige und warme Tage, die zum Baden an den 39 offiziellen Badestellen Berlins einluden. Auch in dieser Badesaison war der Badespaß vom Coronavirus beeinträchtigt und es mussten an allen ausgewiesenen Badegewässern alle geltenden Abstands- und Hygieneregeln beachtet werden.

Die Überwachung der Badegewässerqualität durch das LAGeSo findet in jedem Jahr während der offiziellen Badesaison vom 15. Mai bis 15. September im wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Rhythmus statt. Alle offiziellen 39 Badestellen wurden auch im Jahr 2021 beprobt und auf mikrobiologische und physikalische Qualitätsparameter untersucht.

Am Tegeler See besteht im Frühjahr, bei Wassertemperaturen unter 20 Grad Celsius, ein mögliches gesundheitliches Risiko beim Baden aufgrund von hohen Blaualgentoxinkonzentrationen verursacht von kälteliebenden, mit Wasserpflanzen vergesellschafteten Blaualgen. Zu Beginn der Badesaison Anfang Juni wurde durch das LAGeSo nach erneuten Meldungen von verstorbenen Hunden nach Aufenthalt am Tegeler See vorsorglich ein Badeverbot für den Tegeler See aufgrund der hohen ermittelten Blaualgentoxinkonzentrationen verhängt. Die höchsten Konzentrationen wurden im Spülsaum mit angeschwemmten Pflanzenteilen nachgewiesen. Dies ist der Bereich, in dem sich vorwiegend Kleinkinder aufhalten. Präventiv wurden die Badestellen des Tegeler Sees im Uferbereich von an Land gespülten Pflanzenresten fachmännisch gereinigt. Der Kontakt mit ans Ufer geschwemmten Algenansammlungen ist unbedingt zu vermeiden!

An einigen Berliner Badegewässern wie z.B. der Dahme, Badestelle Schmöckwitz und der Unterhavel besteht aufgrund der hohen Nährstoffbelastung die Gefahr einer starken Vermehrung der sich in der Badesaison entwicklelnden Cyanobakterien. Durch die jeweiligen Wetterbedingungen wird die Ausbildung von Blaualgenblüten beeinflusst. Während einer Blaualgenblüte können giftige Stoffe gebildet werden. In diesem Fall prüft das LAGeSo,den kritischen Schwellenwert und spricht ggf. Badewarnungen aus. Die aufgrund von Blaualgenmassenentwicklung verringerten Sichttiefen können ggf. Rettungsmaßnahmen erschweren. Badewarnungen wurden in dieser Saison an der Badestelle Schmöckwitz und an einigen Badestellen an der Unterhavel -Kleine Badewiese, Grunewaldturm, Lieper Bucht ausgesprochen.

Wassertemperaturen über 20°C und lange Sonnenscheinperioden begünstigen das kurzzeitige Auftreten von Zerkarien in den Badegewässern, mit der Folge, dass die Infektionsgefahr für eine Badedermatitis für die Badegäste steigt. In dieser Badesaison gab es bereits im Juni Hinweise zum Vorkommen von Zerkarien an folgenden Badegewässern: Schlachtensee, Krumme Lanke, Jungfernheideteich, Großer und Kleiner Müggelsee, Halensee, Unterhavel (Große Steinlanke), Großer Wannsee.

Weitere Informationen zu den Badestellen und der Badegewässerqualität erhalten Sie auch außerhalb der Badesaison hier:

• Internetauftritt des LAGeSo – https://www.berlin.de/lageso/gesundheit/gesundheitsschutz/badegewaesser
https://www.badestellen.berlin.de
• rbb- Videotext Seiten 657 Übersicht, 658+659 Badestellen
• Info-Tafeln vor Ort an den Badestellen

Kontakt: Pressestelle LAGeSo Silvia Kostner Telefon 90229-1014