Fast überall ausgezeichnete Qualität der Berliner Badegewässer zum Ferienbeginn!

Pressemitteilung vom 04.07.2018

In keiner anderen Millionenstadt gibt es derart viele und vielfältige Möglichkeiten zum Baden an natürlichen Gewässern wie in Berlin.

Derzeit sind alle Badegewässer mit Ausnahme des Flughafensees sehr gut zum Baden geeignet.

Bei den routinemäßigen Beprobungen der Badestelle am Flughafensee in Berlin-Reinickendorf wurde am 26. Juni 2018 eine Überschreitung der Grenzwerte für die zulässige bakterielle Belastung festgestellt. Das Gesundheitsamt Reinickendorf rät deshalb zurzeit vom Baden im Flughafensee ab. Eine Nachbeprobung findet in dieser Woche statt.

Das LAGeSo lässt im 14-tägigen Rhythmus die physikalisch-chemische und mikrobiologische Beschaffenheit der Berliner Oberflächengewässer überprüfen. Aufgrund der besonderen Verschmutzungsrisiken durch die Zuflüsse von Spree und Havel aus dem Berliner Stadtgebiet finden im Bereich der Unterhavel verdichtete Untersuchungsreihen im wöchentlichen Rhythmus statt. Die Laborbefunde werden im LAGeSo umweltmedizinisch bewertet und die Bewertungen jeder Untersuchungsstelle im Internet veröffentlicht.

Zusätzlich ist zum Ferienstart eine Web-Anwendung verschiedener Partner als Pilotprojekt an den Start gegangen. Mit dieser können sich die Berlinerinnen und Berliner künftig auch mobil über die Badegewässerqualität informieren können. Das Besondere: Für Zwei Badestellen an der Unterhavel – „Kleine Badewiese“ und „Grunewaldturm“ -, die durch Mischwasserüberläufe bei Starkregen besonders beeinflusst werden, enthält diese Anwendung tagesaktuelle Prognosen, die zeigen, ob gebadet werden kann.

Aufgrund des Vorkommens neuer Blaualgen im letzten Jahr werden diese jetzt auch regelmäßig überwacht. Blaualgen gehören zum natürlichen Gewässerökosystem. Die neuartigen Blaualgen im Tegeler See kommen locker auf Wasserpflanzen oder im Schilf vor. Die aktuellen Ergebnisse der Blaualgenuntersuchungen an allen Badestellen des Tegeler Sees zeigen, dass keine akute Gefährdung durch Blaualgenentwicklung besteht. Präventiv sollten insbesondere Kinder den Kontakt mit Algenansammlungen und angeschwemmten Wasserpflanzen vermeiden. Hunde sollten angeleint werden.

Über die jeweilige Badestelle und die hygienische Beurteilung der Badegewässerqualität können jederzeit Informationen abgerufen werden über:

In der Spree, in den Kanälen, in der Havel von der Insel Eiswerder bis zum Pichelsdorfer Gmünd, einschließlich der seenartigen Erweiterungen bis Höhe Schildhorn, in den Häfen, an Brücken, in Schleusen, an Schiffsanlegestellen, sowie an Fähren ist das Baden aus Sicherheitsgründen immer verboten.

Das LAGeSo wünscht allen Berlinerinnen und Berlinern sowie allen Gästen in der Stadt einen schönen Sommer und uneingeschränktes Badevergnügen an den ausgewiesenen Badestellen in den Berliner Gewässern.