Gentechnisch veränderte Petunien auf dem Markt entdeckt, für die es keine Zulassung gibt

Pressemitteilung vom 15.05.2017

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales teilt mit:

Gentechnisch veränderte Petunien auf dem Markt entdeckt, für die es keine Zulassung gibt.

In Deutschland und anderen Ländern Europas wurden orangefarbene gentechnisch veränderte Petunien entdeckt. Von diesen Petunien geht keine Gefahr für Mensch und Umwelt aus. Sie dürfen dennoch nicht vertrieben werden, da es in der EU keine Zulassung für den Anbau oder die Vermarktung von gentechnisch veränderten Petunien gibt.

Für Berlin liegen bisher Informationen zu vier Gärtnereien vor, die mit gentechnisch veränderten Petuniensorten beliefert wurden. In allen Fällen wurde die Vernichtung der Pflanzen angeordnet und durchgeführt. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass weitere Gärtnereien sowie andere Handelsunternehmen, z.B. Baumärkte oder Lebensmittelketten, ebenfalls gentechnisch veränderte Petunien erworben haben.

Betroffen sind ca. 20 Petuniensorten. Diese Petunien dürfen nicht vertrieben werden und sind zu vernichten. Als Methode kommt hier das Zerkleinern mit anschließendem Kompostieren oder ein Vertrocknen lassen in Frage.

Aufgrund der niedrigen Temperaturen wurden bisher in Berlin nur wenige dieser Pflanzen verkauft. Wer als Privatperson solche orangefarbenen Petunien erworben hat, sollte diese vernichten und darf diese auf keinen Fall weitervermehren oder für die nächste Saison überwintern.

Weitergehende Informationen über die gentechnisch veränderten Petunien sind unter anderem bei den Fachmeldungen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit unter www.bvl.bund.de zu finden.

Kontakt Pressestelle LAGeSo, Telefon 90 229 1014