Einstellung von Regierungsinspektorinnen und Regierungsinspektoren

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Regierungsinspektoren und -inspektorinnen auf Probe nehmen als Landesbeamte und -beamtinnen rechtsanwendende Sachbearbeitungs- und zum Teil erste Führungsaufgaben bei unterschiedlichen Verwaltungsbehörden wahr. Sie treffen Verwaltungsentscheidungen auf Grundlage rechtlicher Vorschriften, überwachen die Einhaltung von gesetzlichen Regelungen, beraten Bürger/-innen und leiten zum Teil Mitarbeiter/-innen an.

Im Rahmen ihrer Probezeit werden die Regierungsinspektorinnen und -inspektoren nach dem Rotationsprinzip in unterschiedlichen Dienststellen eingesetzt. Ziel ist es, eine große Verwendungsbreite zu erreichen. Sowohl der Einsatz auf verschiedenen Organisationsebenen (im ministeriellen Bereich, im nachgeordneten Bereich der Hauptverwaltung und der mittelbaren Landesverwaltung sowie in den Bezirksverwaltungen) als auch der Einsatz in unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen (Dienstleistungsverwaltung, Eingriffsverwaltung und steuernde, planende Verwaltung) soll gewährleistet werden.

Beschreibung des Arbeitsgebietes

Regierungsinspektoren und -inspektorinnen sind in ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen tätig: in der Dienstleistungsverwaltung, der Eingriffsverwaltung und in der steuernden, planenden Verwaltung.

Die Tätigkeit erfolgt in der dienstleistenden, steuernd-planenden und in der Eingriffsverwaltung.

Probezeit

Die Probezeit ist die Zeit im Beamtenverhältnis auf Probe, in der sich die Beamtinnen und Beamten nach Erwerb der Laufbahnbefähigung bewähren sollen. Die regelmäßige Probezeit beträgt drei Jahre.

Abordnungen werden im Rahmen der Probezeit in der Regel für neun Monate wahrgenommen. Grundsätzlich werden Sie dabei nach dem Rotationsprinzip in den Dienststellen eingesetzt, um eine große Verwendungsbreite zu erreichen. Sowohl der Einsatz auf verschiedenen Organisationsebenen (im ministeriellen Bereich, im nachgeordneten Bereich der Hauptverwaltung und der mittelbaren Landesverwaltung sowie in den Bezirksverwaltungen) als auch der Einsatz in unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen (Dienstleistungsverwaltung, Eingriffsverwaltung und steuernde, planende Verwaltung) soll gewährleistet werden.

Zugangsvoraussetzungen und Laufbahnbefähigung

Welche Studiengänge im Land Berlin mit erfolgreichem Abschluss des Studiums derzeit den Erwerb der Laufbahnbefähigung für den ehemals gehobenen nichttechnischen Dienst der allgemeinen Verwaltung Berlins beinhalten, können Sie dem § 15 Abs. 1 LVO-AVD entnehmen.

Erwähnt sei hier nur beispielhaft der dreijährige bzw. dreieinhalbjährige Bachelor-Studiengang „Öffentliche Verwaltung“ an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Dieser Studiengang ist auf die „Rechtsanwendung“ mit integrierten Praktika und abschließender Bachelorarbeit ausgerichtet. Interdisziplinär und praxisnah angelegt, soll der Studiengang den Studierenden Rechtskenntnis vermitteln und den Erwerb von Sozial- und Handlungskompetenzen einschließen.

Mit erfolgreichem Abschluss bietet dieser Bachelor-Studiengang den Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit als Angestellte oder Beamte in den ehemals gehobenen Dienst der Senats- und Bezirksverwaltungen Berlins einzutreten.

Gegebenenfalls erfüllen darüber hinaus Bachelor-Studiengänge anderer Bundesländer, auf Grund bundesweiter Anerkennung der mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiums erlangten Laufbahnbefähigung für den ehemals gehobenen allgemeinen (nichttechnischen) Verwaltungsdienst ebenfalls die formalen Voraussetzungen (§ 15 Abs. 2 LVO-AVD). Hierunter fallen derzeit beispielsweise die Studiengänge „Öffentliche Verwaltung“ und „Verwaltungsökonomie“ der Hochschule Harz als auch der Studiengang „Verwaltung und Recht“ der Technischen Fachhochschule Wildau

Darüber hinaus können mit einem Diplom oder Bachelorgrad abgeschlossene Studiengänge unter bestimmten Voraussetzungen für eine Anerkennung der Laufbahnbefähigung in Betracht kommen. Genannt sei hier z. B. eine nach Studienabschluss ausgeübte hauptberufliche Tätigkeit innerhalb des öffentlichen Dienstes von mindestens einem Jahr. Diese muss jedoch den fachlichen Anforderungen sowie nach ihrer Art und Bedeutung einer Tätigkeit im ersten Einstiegsamt (gehobener Dienst) entsprechen (§ 15 Abs. 3 LVO-AVD).
Über die Möglichkeit der Anerkennung der Laufbahnbefähigung anderer Studiengänge als der in § 15 Abs. 1 LVO-AVD genannten, entscheidet die Laufbahnordnungsbehörde.

Es gelten folgende formalen Voraussetzungen:

Um Regierungsinspektor/-in zu werden, müssen Sie die deutsche Staatsangehörigkeit (i. S. d. Art. 116 GG) sowie die allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder die Fachhochschulreife (FHR), ggf. einen entsprechenden Bildungsstand (§§ 10, 11 Berliner Hochschulgesetz), besitzen.

Es gelten derzeit folgende formale Voraussetzungen:

  • Sie müssen die laufbahnrechtlichen Voraussetzungen für das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 des allgemeinen nichttechnischen Verwaltungsdienstes erfüllen. Maßgeblich ist hier § 8 (1) LfbG i. V. m. § 15 LVO-AVD.
  • Sie müssen den erfolgreichen Bachelorabschluss bzw. Diplom-Abschluss (Fachhochschule) mit einem arithmetischen Mittel von 3,49 oder besser vorweisen können.

Neben den o.g. formalen Voraussetzungen sollten Sie als Regierungsinspektor/-in über folgende außerfachliche Schlüsselqualifikationen verfügen:

  • Interesse an der Klärung von Rechtsfragen / Anwendung von Rechtsvorschriften
  • Fähigkeit zu systematischem Denken und wissenschaftlichem Arbeiten
  • Einsatz- und Verantwortungsbereitschaft, Flexibilität
  • Team-, Konflikt- und Kritikfähigkeit
  • Sorgfalt und Zuverlässigkeit
  • Belastbarkeit und die gesundheitliche Eignung für den Beruf
  • Sicheres Auftreten, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit im Umgang mit Publikum

Berlin als Arbeitgeberin

Die Berliner Verwaltung ist eine der größten Arbeitgeberinnen in Berlin. Derzeit arbeiten rund 120.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im unmittelbaren Landesdienst (Hauptverwaltung und Bezirke). Die Aufgaben der Berliner Verwaltung sind dabei äußerst breit gefächert. Dementsprechend sind viele Berufsgruppen in den unterschiedlichen Behörden anzutreffen – darunter allein 20.500 Beschäftigte im allgemeinen Verwaltungsdienst.

Als öffentliche Arbeitgeberin legt die Berliner Verwaltung großen Wert auf Work-Life-Balance – vor allem auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Bereits mehrfach wurde die Senatsverwaltung für Inneres und Sport im Verbund mit dem Landesverwaltungsamt Berlin mit dem Zertifikat „audit berufundfamilie“ als familienfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet. Zudem legen wir ein großes Augenmerk darauf, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sich stetig weiterzuentwickeln.

Von Beginn an arbeiten Sie eigenverantwortlich. Sie durchlaufen im Rahmen der Probezeit unterschiedliche Einsatzfelder (Behörden der Haupt- und Bezirksverwaltung sowie nachgeordnete Behörden) und lernen dabei die Strukturen und Prozesse der öffentlichen Verwaltung intensiv kennen.

Wir bieten Ihnen konkret:

  • Vielseitigkeit im Job durch die unterschiedlichen Einsatzfelder
  • Verantwortungsvolle Tätigkeiten zum Wohle der Stadt und seiner Menschen
  • Hervorragende Karrierechancen u.a. bedingt durch den demografischen Wandel
  • die Sicherheit des öffentlichen Dienstes und damit ein sicheres Einkommen, inklusive einer Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld)
  • die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, u.a. flexible Arbeitszeitmodelle/Gleitzeit
  • die kontinuierliche Betreuung durch unsere freundlichen Mitarbeiter/-innen der Ausbildungs- und Einstellungsbehörde (ZS B 1)
  • die Verbeamtung auf Lebenszeit nach Bewährung während der Probezeit

Verdienstmöglichkeiten

Gerade das Einstiegseinkommen ist am Anfang von großer Bedeutung. Und auch wenn Sie bei uns nicht zum Millionär/ zur Millionärin werden, so profitieren Sie doch von einem sicheren und solidem Einkommen.

Beamtinnen und Beamte der Laufbahngruppe 2, im ersten Einstiegsamt erhalten beim Land Berlin während der Probezeit ein Einkommen von derzeit ca. 2.421.20 € brutto (A 9, Stufe 1, Stand: 03/2018). Hinzu kommen gegebenenfalls eine Stellenzulage, Familienzuschläge etc. Darüber hinaus ist das Einkommen nach der Verbeamtung auf Lebenszeit durch Beförderungen entsprechend steigerungsfähig!

Aktuelle Vergütungsinformationen erhalten Sie u.a. auf www.oeffentlicher-dienst.info. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben können wir jedoch keine Gewähr geben!

Bewerbungsverfahren

Das Land Berlin stellt regelmäßig zum 1. Juni und/oder zum 1. Dezember eines Jahres mehre Regierungsinspektorinnen und Regierungsinspektoren (BesGr. A 9) im Beamtenverhältnis auf Probe für das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 des allgemeinen Verwaltungsdienstes ein. Der Bewerbungs- und Auswahlprozess gliedert sich hierbei in folgende Schritte:

Die Stellenausschreibung und Stellenveröffentlichung erfolgt einige Monate vor dem geplanten Einstellungstermin. Nach dem Ablauf der Bewerbungsfrist erfolgt die Vorauswahl (dieser Vorgang erfordert einige Wochen). Auf Grundlage der Vorauswahl finden die Auswahlgespräche statt. Nach erfolgreicher Teilnahme an den Auswahlgesprächen wird die amtsärztliche Untersuchung durchgeführt, um die gesundheitliche Eignung festzustellen. Nach Erledigung und Klärung aller verbliebenen rechtlichen und administrativen Angelegenheiten, erfolgt im letzten Schritt die Einstellung und Ernennung zur/zum Beamtin/Beamten auf Probe im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung.