Eichtechnische Oberinspektorin/Eichtechnischer Oberinspektor

Frau prüft die Waage in einer Apotheke
Bild: Landesamt für Mess- und Eichwesen Berlin-Brandenburg

Aufgaben

Beamtinnen und Beamte des eichtechnischen Dienstes übernehmen vielfältige technische Aufgaben des gesetzlichen Mess- und Eichwesens.

Das Mess- und Eichwesen schützt Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen vor fehlerhaften Messungen im Wirtschaftsverkehr und sorgt damit auch für gleiche Wettbewerbsbedingungen. Mehr als 100 Milliarden Euro werden in Deutschland jährlich über gesetzlich geregelte Messungen umgesetzt. Das Mess- und Eichwesen stellt damit einen für das Wirtschaftsleben äußerst wichtigen Sektor dar.

Aber nicht nur im Geschäftsleben, sondern auch bei der amtlichen Überwachung des Straßenverkehrs und bei Messungen im öffentlichen Interesse ist der Einsatz von geeichten Geräten vorgeschrieben.

Zum Aufgabengebiet gehören die Eichung von Messgeräten – z.B. Mineralöl-Messanlagen, Waagen (von Apotheken- bis zu Fahrzeugwaagen) Geschwindigkeits- und Gasmessgeräte, die Kontrolle von Fertigpackungen sowie die Markt- und Verwendungsüberwachung. Hier kontrollieren Sie anhand von Stichproben, ob beim Verwenden von Messgeräten und Messwerten die einschlägigen Vorschriften beachtet werden.

Zur Durchführung der Aufgaben stehen Ihnen messtechnische Prüfausrüstungen, Prüfräume, Dienstkraftfahrzeuge und IT-Programme zur Verfügung. Dabei stellen neue technologische Entwicklungen, softwaregesteuerte Verwendungen von Messwerten und die Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems immer wieder neue Anforderungen.

Die Tätigkeit wird in der Dienststelle Berlin und im Außendienst in Berlin und Brandenburg ausgeübt. Darüber hinaus beantworten Sie Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Behörden, erstellen Kostenbescheide für die durchgeführten Prüfungen und veranlassen im Bedarfsfall Bußgeldbescheide.

Ausbildung

Der Vorbereitungsdienst gliedert sich in eine praktische und fachtheoretische Ausbildung und beginnt in der Regel zum 1. Dezember. Der Vorbereitungsdienst als Beamtin/Beamter auf Widerruf dauert einschließlich der Prüfungszeiten in der Regel bis zu 18 Monate.

Die fachtheoretische Ausbildung findet grundsätzlich im Anschluss an die praktische Ausbildung in einem mindestens viereinhalb-monatigen Lehrgang an der Deutschen Akademie für Metrologie (DAM) statt. Die Kosten trägt die Ausbildungsbehörde.

Auf Antrag können ggf. bis zu vier Monaten einer fachbezogenen Tätigkeit auf die Dauer der praktischen Ausbildung angerechnet werden. Diese Tätigkeit muss Bestandteil einer nach § 42 Abs. 2 der Laufbahnverordnung technische Dienste in der jeweils gültigen Fassung, geforderten und erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung sein.

Die praktische Ausbildung findet in der Ausbildungsbehörde sowie ihren Außenstellen statt (Kleinmachnow, Berlin, Cottbus, Fürstenwalde, Eberswalde).

Sie werden während der praktischen Ausbildung durch eine/n Ihnen zugeordnete/n Kollegin/Kollegen in die einschlägigen Arbeitsvorgänge eingeführt und begleitet. Ihnen wird unter Berücksichtigung Ihres Ausbildungsstandes Gelegenheit gegeben, Vorgänge selbständig zu bearbeiten. Dabei lernen Sie, Vorgänge in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht zu bewerten und notwendige Arbeitsschritte daraus abzuleiten.

Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung (Laufbahnprüfung) an der DAM erwerben Sie die Befähigung für die Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt des eichtechnischen Dienstes.

Verdienst

Während des Vorbereitungsdienstes erhalten Sie Anwärterbezüge. Die Höhe beträgt rd. 1.017,00 Euro brutto plus ggf. Familienzuschlägen. Nach einer erfolgreichen Ausbildung werden Sie als Beamter/in im Eingangsamt der Laufbahn, der Besoldungsgruppe A 10 eingestellt.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Beruf und Tätigkeitsprofil erhalten Sie nach Aufruf der folgenden Links:

Landesamt für Mess- und Eichwesen Berlin-Brandenburg

Deutsche Akademie für Metrologie

Voraussetzungen

Ausbildungsbehörde ist das Landesamt für Mess- und Eichwesen Berlin-Brandenburg.

Sie …

  • erfüllen die gesetzlichen Voraussetzungen zur Berufung in das Beamtenverhältnis nach § 7 Beamtenstatusgesetz.
  • haben ein Hochschulstudium mit einem Bachelorgrad oder vergleichbar (z.B. Fachhochschul-Diplom) in der Fachrichtung Messtechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik oder einer verwandten ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtung, z.B. Physikalische Technik oder Physikalische Ingenieurwissenschaften, abgeschlossen.
  • sind bereit, an der theoretischen Fachausbildung der Deutschen Akademie für Metrologie in Bayern teilzunehmen.
  • haben den Führerschein der Klasse B bzw. werden diesen bis spätestens zum Ende des Vorbereitungsdienstes erwerben und sind bereit im Rahmen der dienstlichen Aufgaben ein Kraftfahrzeug zu führen.
  • sind zum Einstellungstermin höchstens 35 Jahre (bei Schwerbehinderung 40 Jahre) alt.
  • verfügen über:
    • ein hohes Maß an Dienstleistungsorientierung
    • Einsatz- und Verantwortungsbereitschaft
    • Flexibilität und Konfliktfähigkeit
    • Leistungs- und Lernbereitschaft
    • Sorgfalt und Zuverlässigkeit.
  • sind körperlich belastbar und können eine Tätigkeit ausüben, die in großen Teilen im Außendienst stattfindet.