Kinder und Jugendliche haben je nach Alter und Entwicklungsstufe besondere Bedürfnisse, die bei der Förderung im SGB II in Zukunft berücksichtigt werden.
Seit dem 1.1.2011 haben Kinder Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungspaket – zusätzlich zum Basisgeld. Das Bildungspaket ermöglicht, dass Kinder, deren Existenzminimum vom Staat gesichert wird, gezielt gefördert werden. Es sorgt für mehr soziale Integration und eröffnet den Kindern ein Mehr an Lebens- und Bildungschancen.
Welche Leistungen umfasst das Bildungspaket?
Das Bildungspaket setzt sich aus vier Komponenten zusammen:
- Lernförderung für Kinder, bei denen nachweislich Bedarf besteht
- Kultur, Sport und Mitmachen – mit einem „soziokulturellen Teilhabebudget“ kann jedes Kind bestehende Vereins-, Kultur- oder Ferienangebote vor Ort nutzen
- Zuschuss zum warmen Mittagessen, wenn Schule und Kita dies anbieten
- Das Schulbasispaket umfasst einen Betrag für Schulmaterial wie beispielsweise Ranzen, Taschenrechner oder Hefte und die Kosten für eintägige Klassenausflüge
Die Akteure im Bildungspaket
Das Jobcenter kennt das kommunale Angebot und kooperiert mit Vereinen und Trägern aus Sport, Kultur, Bildung und Lernförderung sowie den Einrichtungen der Kinder -und Jugendhilfe.
Vor-Ort d.h. innerhalb der bestehenden kommunalen Strukturen wird ermittelt, wer die Angebote aus dem Bildungspaket qualifiziert erbringen kann.
Die Interessen und Bedürfnisse der Kinder werden – im Sinne eines ganzheitlichen Förderansatzes – bei der Beratung der Eltern im Jobcenter noch stärker in den Fokus gerückt. Das Jobcenter informiert die Eltern über die regionalen Angebote für Kinder und Jugendliche, berät bei der Auswahl und bewilligt die Leistungen aus dem Bildungspaket. Die Schule arbeitet unter enger Einbindung und mit dem Einverständnis der Eltern aktiv mit dem Jobcenter zusammen. Die Schule bestätigt z.B. den von den Eltern angemeldeten Bedarf bei der Lernförderung.
weitere Informationen zu möglichen Anbietern im Bezirk Lichtenberg
Vorteile der Bündnisse vor Ort
Die wirksame Bekämpfung von Bildungsarmut erfolgt durch ein starkes Netz aus Staat und Zivilgesellschaft. Bürgerschaftliche Initiativen und gesellschaftliche Selbstverantwortung werden integriert.
Die Kosten für die Lernförderleistungen können reduziert werden. Bildungsspezifische Aktivitäten auf kommunaler Ebene werden besser vernetzt.
Alle Kinder profitieren. Der Bund sichert die Finanzierung der Leistungen für bedürftige Kinder.