Sektion 5: Neue Medien in Denkmalpflege und Archäologie

Diese Sektion ist leider bereits ausgebucht.

Leitung und Moderation:

Helmut Petersen / Gunnar Nath, Landesdenkmalamt Berlin

Berichterstatterin:

Dr. Dorothee Boesler, LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, Referatsleiterin Restaurierung und Dokumentation

Ort:

Hochschule für Technik und Wirtschaft – HTW Berlin,
Wilhelminenhofstraße 75A, Gebäude H (Forschungs- und Weiterbildungszentrum für Kultur und Informatik) in 12459 Berlin-Köpenick / Oberschöneweide
(S-Bhf. Schöneweide, dann weiter mit Tram 67 oder 63 bis Haltestelle Rathenaustraße/HTW)

Zum Inhalt:

Bildvergrößerung: HTW Gebäude H
HTW Berlin - Gebäude H Bild: Landesdenkmalamt Berlin

Herausforderungen und Chancen beim Einsatz moderner Informationstechnologien in Zeiten unübersehbar schwindender Ressourcen der institutionalisierten Denkmalpflege und Archäologie!?

Neben der Vorstellung interessanter Projekte will sich die Sektion unter der Überschrift „Neue Medien“ vor allem Fragestellungen widmen, die für alle teilnehmenden Ämter gleichermaßen relevant sind. Angesichts der unübersehbar prekären Ressourcensituation gehört dazu sicherlich auch die Frage, wie und wo die modernen Technologien verstärkt zum Einsatz kommen, z.B. bei der Datendigitalisierung oder der Bereitstellung von Sach- und Geodaten über Dienste. Hier kommt den Denkmalinformationssystemen der Ämter eine Schlüsselrolle zu. Die Kernaufgabe des flächendeckenden landesweiten Nachweises des Denkmalbestandes, der archäologischen Fundstellen und Verdachtsflächen betrifft den gesamten Denkmalbestand, ist eine dauerhafte, zeitlich unbefristete Aufgabe und verlangt eine ständige Datenaktualisierung. Diese Daten sind die Grundlage für die gesamte Arbeit der Behörden und deren Kooperation mit anderen Verwaltungen und Institutionen. Sie sind Basisdaten für umfassende Webpräsentationen, länderübergreifenden Datenaustausch und Beteiligung an nationalen und internationalen Datenplattformen.

Angesichts des anstehenden Generationenwechsels in der Denkmalpflege kommt der Frage, ob und wie die rasante technologische Entwicklung ihren Niederschlag auch in den Ausbildungsgängen findet und inwieweit entsprechende Kenntnisse Berufschancen beeinflussen, besondere Aufmerksamkeit zu.

9.00 Uhr Vorträge:

Begrüßung:

Prof. Dr. Matthias Knaut, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), Vizepräsident für Forschung und Internationales

  • Denkmalinformationssysteme der Denkmalämter
    Uwe Schwartz, Landesamt für Denkmalpflege Bremen
  • Datenstrukturen in der Archäologie – Informationen für die Zukunft
    Dr. Reiner Göldner, Landesamt für Archäologie, Sachsen
  • Digitale Denkmalkartierungen im Kontext der INSPIRE-Richtlinie. Chancen – Verpflichtungen – Ausblick
    Dipl.-Geograph Roland Wanninger, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

Kaffepause

  • Eine interaktive Karte der Berliner Industriekultur
    Prof. Dr. Dorothee Haffner, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW)
  • Archäologisches Informationssystem Berlin (AISBer)
    Gunnar Nath, Landesdenkmalamt Berlin
  • Internetbasierte Kommunikation und Denkmalpflege. Zwischen Notwendigkeit und Machbarkeit
    Prof. Dr.-Ing. P. Paul Zalewski, M. A., Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Kulturwissenschaftliche Fakultät

Mittagessen in der Mensa der HTW

  • Überlegungen zu einem DEHIO-Digital
    Jan Nikolaus Viebrock, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, leitender Regierungsdirektor; Dehio-Vereinigung e.V.
  • Das Projekt IANUS, ein neues Forschungsdatenzentrum für Archäologie und Altertumswissenschaften
    Dr. Felix Schäfer, Deutsches Archäologisches Institut, Berlin
  • Denkmalpflege in der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) – ein Sachstandsbericht
    Dr. Ralph Paschke, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum
  • Wiki Loves Monuments – Kulturdenkmäler in der Wikipedia
    Kilian Kluge, Wikipedia, Berlin

Kaffeepause

  • Elektronische Denkmalakte Berlin, ein Situationsbericht
    Dr. Andreas Giesenhagen, Knowlogy AG, Potsdam
  • Survey2GIS: Eine flexible open source Lösung für den Transfer von Vermessungsdaten ins GIS
    David Bibby, Zentrale Fachdienste und Restaurierungswerkstatt – digitale Archäologie – Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
  • PGIS – Gemeinsame Fachdatenbank mit GIS-Anbindung innerhalb der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
    Dr. Ulrich Himmelmann, Direktion Landesarchäologie Rheinland-Pfalz, Außenstelle Speyer

Schifffahrt

Schifffahrt vom Anleger-Platz am Kaisersteg zur Jannowitzbrücke in Berlin-Mitte.
Erläuterungen zu den Denkmalen entlang der Spree des Wasserweges
Jessica Hänsel, Kunsthistorikerin und Denkmalpflegerin, Potsdam