Bildung

Bildung ist ein Schlüssel für den gesamten weiteren Lebensweg. Bildung entscheidet über Berufschancen, über das Einkommen und die Alterssicherung. Bildung eröffnet den Weg zu Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und zur Verwirklichung der individuellen Anlagen. Bildung steht damit im Zentrum jeder Gleichstellungspolitik. Kita, Schule und Hochschule, Berufsbildung und -fortbildung gestalten den lebenslangen Weg von Mädchen wie Jungen, Frauen und Männern. Diese Wege dürfen nicht von Stereotypen und Rollenzuweisungen versperrt sein. Zukunftsfähige Jobs und Führungspositionen, soziale wie naturwissenschaftliche Berufe müssen beiden Geschlechtern tatsächlich zugänglich sein.

Themen und Zielsetzungen im Handlungsfeld Bildung:

Vorschulische und schulische Erziehung und Bildung, außerschulische Kinder-, Jugend- und Bildungsarbeit

  • Handlungsfeld

    Zielsetzung

  • Erhöhung der Genderkompetenz/ Abbau von Rollenstereotypen

    • Etablierung gendersensibler Konzepte in Erziehung und Bildung
    • Geschlechtergerechte, kultursensible und behinderungsspezifische Schulstatistik und Bildungsberichterstattung
    • Verstärkter Einsatz von sozialem Lernen in der Grundschule und der Sekundarstufe I
    • (Neu-) Bewertung des Genderaspekts in Schulprogrammen und in der Evaluation
  • Erweiterung des Berufswahlspektrums von Mädchen und Jungen

    • Erweiterung des Berufswahlspektrums von Mädchen und Jungen
    • Erhöhung des Anteils an Schulen, die sich aktiv am Girls’ Day beteiligen
    • Konzeption bzw. Nutzung von Parallelangeboten zum Girls’ Day für Jungen
    • Erhöhung des Bildungsniveaus und der Anzahl der qualifizierten Abschlüsse
  • Erhöhung des Bildungsniveaus und der Anzahl der qualifizierten Abschlüsse

    • Gendersensible Lern- und Leistungsförderung
    • Gezielte Förderung von Mädchen in naturwissenschaftlichen und Jungen in sprachlichen Fächern
  • Elternkompetenz

    • Sensibilisierung von Müttern und Vätern für eine geschlechtergerechte Erziehung und Bildung

Berufliche Bildung/ Weiterbildung

  • Handlungsfeld

    Zielsetzung

  • Erweiterung des Berufswahlspektrums
    von Mädchen und Jungen

    • Erweiterung des Berufswahlspektrums von Mädchen und Jungen
    • Erhöhung der Zahl der weiblichen Auszubildenden, die nach der Ausbildung vom Betrieb übernommen werden
    • Verminderung der Zahl der Abbrecherinnen in dualer und schulischer Berufsausbildung durch eine verbesserte geschlechtersensible Berufsorientierung und Erhöhung der Zahl von Maßnahmen für Altbewerberinnen
    • Ausbau der Kooperation mit außerschulischen Angeboten zur Stärkung des mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Unterrichts
  • Weiterbildung/ Lebenslanges Lernen

    • Erhöhung der Weiterbildungsquote von Frauen in Betrieben in KMU und in der Aufstiegsqualifikation
    • Sicherstellung einer geschlechtersensiblen Beratung (Zertifizierung)
    • Weiterentwicklung von Beratungskonzepten zu Unterstützungsangeboten für lebenslanges Lernen
    • Verstärkung des arbeitsplatz- und betriebsbezogenen Lernens
    • Entwicklung eines Rahmenkonzeptes zur Anerkennung informellen Lernens am Arbeitsplatz und von non formal erworbenen Fähigkeiten
    • Mehr Transparenz über Gestaltung von Übergängen und Quereinstiegsmöglichkeiten in Tätigkeitsfelder unter Verwertung des erworbenen Fach- und Erfahrungswissens
    • Gezielte Förderung der Weiterbildung von gering qualifizierten und älteren Frauen

Hochschule

  • Handlungsfeld

    Zielsetzung

  • Personal und wissenschaftlicher und
    künstlerischer Nachwuchs

    • Personal und wissenschaftlicher und
      künstlerischer Nachwuchs
    • Diskriminierungsfreie, transparente Verfahren für Berufungen und Bleibeverhandlungen
    • Geschlechtergerechte Umsetzung der leistungsbezogenen Professorenbesoldung
    • Gleiche Zugangschancen für Frauen und Männer zu Promotionen, Habilitationen und Juniorprofessuren sowie zu Fördermaßnahmen
    • Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf, wissenschaftlicher Karriere und Familie
    • Realisierung von Dual Career
  • Studierende

    • Entwicklung und Sicherstellung qualifizierter und geschlechtersensibler Studienberatungsangebote
    • Diskriminierungsfreie Gestaltung des Hochschulzugangs
    • Verringerung der Unterrepräsentanz von Studentinnen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich
    • Verringerung der Unterrepräsentanz von Studenten in gesundheits- und sozialwissenschaftlichen Studiengängen sowie in den Erziehungs-, Sprach- und Kulturwissenschaften
    • Erhöhung des Studienerfolgs von Frauen und Männern
    • Diskriminierungsfreier Zugang zu Fördermaßnahmen während des Studiums
    • Verbesserung der Vereinbarkeit von Studium und Familie
  • Studium, Lehre, Forschung

    • Integration von Gender-Aspekten in die Forschung und Lehre und in die Studienorganisation
    • Sicherstellung der nachhaltigen Förderung der Frauen- und Geschlechterforschung
  • Kulturwandel in Hochschulen und Forschungseinrichtungen

    • Sicherung des Stellenwerts von Gleichstellung im Aufgabenspektrum der Hochschulen bei wachsender Hochschulautonomie
    • Entwicklung von Steuerungsinstrumenten unter Berücksichtigung von Genderaspekten
    • Verstärkte Anstrengungen zur Erhöhung der Repräsentanz von Frauen in Leitungs-, Entscheidungs- und Beratungsgremien in den Hochschulen und Forschungseinrichtungen
    • Veränderung der Fachkulturen