- Messung der Krebsinzidenz in der Bevölkerung
- Kontinuierliches Monitoring regionaler Krebshäufungen
- Ermittlung auffälliger zeitlicher Trendentwicklungen
- Hinweise auf besonders belastete Bevölkerungsgruppen
- Durchführung von Überlebenszeitanalysen
- Beitrag zur Bewertung präventiver Maßnahmen
- Abschätzung künftiger Entwicklungen des Krebserkrankungsgeschehens
- Erstellung der Datengrundlage für die Krebsursachenforschung
Voraussetzung für die wissenschaftliche Nutzung bevölkerungsbezogener Krebsregister ist die möglichst vollzählige Registrierung (über 90 %) aller im Einzugsgebiet auftretenden Krebsneuerkrankungen auf hohem qualitativen Niveau.
Auf dieser Basis kann ein epidemiologisches Krebsregister folgende Fragen beantworten:
- Wie viele Menschen erkranken jährlich im Einzugsgebiet an Krebs?
- Welche Krebsformen sind die häufigsten bei Frauen und Männern?
- Welche Krebsformen haben in ihrem Auftreten zu- oder abgenommen?
- Gibt es regionale Unterschiede in den Erkrankungsraten?
- Welcher Anteil erkrankter Patienten überlebt wie lange?
- Verbessert sich die Prognose einer Krebserkrankung, z.B. im Zusammenhang mit der Einführung von neuen Therapiemaßnahmen?
- Haben Maßnahmen der Krebsfrüherkennung nachweisbare Effekte?
- Ändert sich die Altersverteilung bzw. treten Erkrankungen jetzt vermehrt in jüngeren Lebensjahren auf als früher?