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Landgericht Berlin: Erneute Hauptverhandlung wegen des Vorwurfs des Mordes nach tödlichem Unfall bei einem mutmaßlichen Straßenrennen auf dem Berliner Kurfürstendamm (PM 28/2018)

Pressemitteilung vom 24.07.2018

Am 14. August 2018 beginnt um 9:15 Uhr in Saal 700 vor dem Landgericht Berlin die neue Hauptverhandlung gegen den mittlerweile 29-jährigen Hamdi H. und den 26-jährigen Marvin N. wegen des Vorwurfs des Mordes u.a. im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen illegalen Straßenrennen auf dem Berliner Kurfürstendamm am 1. Februar 2016.

Die 35. Große Strafkammer des Landgerichts Berlin hatte die beiden Männer am 27. Februar 2017 wegen Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Die Führerscheine der Angeklagten wurden eingezogen, die Fahrerlaubnisse lebenslang entzogen. Auf die Revisionen der Angeklagten hin hat der Bundesgerichtshof (BGH) dieses Urteil am 1. März 2018 aufgehoben und die Sache zur erneuten Entscheidung an eine andere Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin zurückverwiesen. Zuständig ist nunmehr die 40. Große Strafkammer unter dem Vorsitz des Vorsitzenden Richters am Landgericht Peter Schuster.

Der BGH hatte die Begründung der Richter in der ersten Instanz als nicht ausreichend für eine Verurteilung wegen (mittäterschaftlichen) Mordes angesehen, hinsichtlich der rechtlichen Bewertung des Falles aber keine direkten Vorgaben gemacht. Vielmehr müsste die Beweisaufnahme wiederholt und die Feststellungen zum Sachverhalt neu getroffen werden. Anschließend sei der Fall rechtlich zu bewerten. Für die neue Hauptverhandlung sind bislang insgesamt 19 Termine angesetzt.

Eine förmliche Akkreditierung ist nicht erforderlich. Medienvertreter werden jedoch dringend gebeten, sich bis zum 7. August 2018 bei der Pressestelle der Berliner Strafgerichte per Email (pressestelle.moabit@kg.berlin.de) anzumelden. Wir werden uns dann bemühen, ausreichend Presseplätze zur Verfügung zu stellen.

Die Angeklagten sitzen weiter in Untersuchungshaft.

(Aktenzeichen: 540 Ks 4/18)

Lisa Jani
Sprecherin der Berliner Strafgerichte