Veranstaltungshinweis des BMJV im Landgericht Berlin Littenstraße (PM 37/2017)

Pressemitteilung vom 21.06.2017

Der Präsident des Kammergerichts
Elßholzstraße 30-33, 10781 Berlin

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz eröffnet am Donnerstag, dem 22. Juni 2017, um 18:00 Uhr in Anwesenheit des Bundesministers der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas die Wanderausstellung „Die Rosenburg – Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit“ im Landgericht Berlin (Dienststelle Littenstraße 12 – 17, 10179 Berlin).

In der Presseeinladung des BMJV heißt es:

„Die ‘Rosenburg’ in Bonn war von der Gründung der Bundesrepublik bis 1973 der Sitz des Bundesministeriums der Justiz. 2012 setzte das Ministerium eine Unabhängige Wissenschaftliche Kommission ein, die den Umgang der Behörde mit der NS-Vergangenheit in den Anfangsjahren der Bundesrepublik erforschen sollte. Nachdem im Oktober 2016 der Abschlussbericht der Forschungsgruppe unter dem Titel ‘Die Akte Rosenburg. Das Bundesministerium der Justiz und die NS-Zeit’ vorgestellt wurde, werden die Ergebnisse nun zum ersten Mal in einer umfassenden öffentlichen Wanderausstellung einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas und die Präsidentin des Landgerichts Berlin Gabriele Nieradzik werden die Ausstellung mit Reden eröffnen.

Ziel dieser Ausstellung ist es, die Erkenntnisse der ‘Akte Rosenburg’ einem breiten Publikum vorzustellen und dadurch das Bewusstsein für das historische Unrecht zu schärfen. Die Ausstellung ‘Die Rosenburg – Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit’ wird in den nächsten Monaten durch die Bundesrepublik wandern. Nächste Station wird das Landgericht Bonn sein.

Die Ausstellung gliedert sich in neun Bereiche. Jeder Ausstellungsbereich wird durch eine Stele repräsentiert, die sich in Form von Zeitzeugenberichten, Opfer- und Täterbiografien sowie beispielhaften Gesetzestexten dem jeweiligen Thema annähert. Die Stelen vermitteln an vielen Stellen die Doppelgesichtigkeit des Ministeriums: Sie stellen einer hellen Vorderseite eine dunkle Rückseite gegenüber. Einerseits das glänzende Expertentum vieler Juristen, andererseits deren dunkle Vergangenheit und tiefe Verstrickung in das NS-Unrecht. Dieser Eindruck wird durch die Ausstellungsgestaltung noch verstärkt. So vermitteln die gekippten und verzerrten Formen der Ausstellungswände ein Gefühl der Verstörung und Haltlosigkeit. Überdimensionale Bürolampen bringen sprichwörtlich ans Licht, was lange Zeit im Schatten lag.

Alle Informationen werden ab Ausstellungsstart auf www.bmjv.de/rosenburg auch digital aufbereitet abrufbar sein.“

Vertreterinnen und Vertreter der Presse werden um Voranmeldung gebeten unter der Rufnummer: 030 / 18580-9090 oder per E-Mail unter presse@bmjv.bund.de. Eine sonstige Teilnahme ist nur aufgrund besonderer Einladung möglich.

Nur für Rückfragen (keine Anmeldung): Annette Gabriel
(Tel: 030 / 9015 – 2504, – 2290)