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Yad Vashem ehrt im Kammergericht Hulda und Otto Pankok und sowie Joseph Emonds als „Gerechte unter den Völkern“ PM 48/2014

Pressemitteilung vom 09.12.2014

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ehrt am 15. Dezember 2014 um 18:00 Uhr im Plenarsaal des Kammergerichts mit einer Feierstunde den Maler Otto Pankok und seine Ehefrau, die Journalistin Hulda Pankok, geborene Droste, sowie den Pfarrer Joseph Emonds posthum mit dem Titel „Gerechte unter den Völkern“.

Der Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, wird stellvertretend an die Angehörigen der Geehrten eine Ehrenurkunde und eine Medaille von Yad Vashem überreichen.

Anschließend wird Professor Jan Philipp Reemtsma vom Hamburger Institut für Sozialforschung über “Zivilcourage damals und heute” sprechen.

Die Feierstunde zu Ehren von Otto und Hulda Pankok und Joseph Edmonds, zu der die Präsidentin des Kammergerichts einlädt, ist nicht öffentlich; eine Teilnahme von Medienvertretern ist bei Anmeldung per E-Mail an pressestelle@kg.berlin.de bis zum 11. Dezember 2014 möglich.

Hintergrundinformationen:

Otto und Hulda Pankok versteckten 1944 das Ehepaar Mathias und Brunhilde Barz vor der Nazi-Verfolgung in ihrem Haus in Pesch bei Münstereifel. Die jüdische Schauspielerin Brunhilde Barz, geborene Stein, und ihr Mann, der Maler Mathias Barz, dem damals – ebenso wie Otto Pankok – Berufsverbot erteilt worden war, entkamen zunächst, in einer Dachkammer des Hauses Pankok versteckt, dem Naziterror. Als im Erdgeschoss des Hauses Soldaten einquartiert wurden, wurde das Verbleiben des Ehepaares zu gefährlich. Daraufhin versteckte der katholische Pfarrer Joseph Emonds das verfolgte Ehepaar Barz in seinem Pfarrhaus in Kirchheim. Nur durch die Hilfe der drei Deutschen überlebte das Ehepaar den Holocaust und deshalb werden Otto und Hulda Pankok und Joseph Emonds posthum mit dem Titel „Gerechte/r unter den Völkern“ von Yad Vashem ausgezeichnet.

Die 1953 gegründete israelische Gedenkstätte Yad Vashem ist dem Andenken an die sechs Millionen Juden, die von den deutschen Nationalsozialisten und ihren Helfern ermordet wurden, gewidmet. Zugleich vergibt Yad Vashem im Namen des jüdischen Volkes und des Staates Israel diese hohe Auszeichnung an Nicht-Juden, um diejenigen, die mit persönlichem Einsatz und oft unter Gefährdung des eigenen Lebens oder des Lebens ihrer Familien den Juden beistanden, zu ehren. Insgesamt haben bisher 25.271 Menschen die Ehrung „Gerechter unter den Völkern“ erhalten, davon 553 Deutsche.

Bei Rückfragen: Annette Gabriel
(Tel: 030 – 9015-2504, -2290)