Kammergericht: Geschäftsführer darf Geschäfte einer Ferienresort-Projektentwicklungsgesellschaft in Schleswig-Holstein vorerst nicht mehr führen (PM 91/2011)

Pressemitteilung vom 19.08.2011

Die Präsidentin des Kammergerichts
Pressestelle der Berliner Zivilgerichte
Elßholzstr. 30-33, 10781 Berlin

Der 23. Zivilsenat des Kammergerichts hat dem Geschäftsführer einer Gesellschaft, die mit der Umwandlung eines ehemaligen Marinestützpunktes in Schleswig-Holstein in ein Ferienresort befasst ist, vorläufig untersagt, die Geschäfte der Gesellschaft zu führen.

Abweichend von der Vorinstanz kam das Kammergericht in einem Eilverfahren zu dem vorläufigen Ergebnis, die Abberufung des Geschäftsführers durch die Gesellschafterversammlung sei formal einwandfrei zu Stande gekommen. Sie sei auch durch wichtige Gründe gerechtfertigt, weil der Geschäftsführer seine Pflichten in schwerwiegender Weise verletzt habe. Deswegen dürfe er bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren die Geschäfte der Gesellschaft nicht führen, sie insbesondere nicht im Rechtsverkehr gegenüber Dritten vertreten.

Kammergericht , Urteil vom 11. August 2011
- 23 U 114/11 -
Landgericht Berlin, Urteil vom 4. Mai 2011
- 100 O 19/11 –

Bei Rückfragen: Dr. Ulrich Wimmer
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