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Landgericht Urteil gegen Keith M. (PM 23a/2006)

Pressemitteilung vom 13.06.2006

Urteil gegen Keith M.

Die Strafkammer 30 – Jugendkammer – des Landgerichts Berlin hat heute in nicht öffentlicher Sitzung das Urteil gegen den Angeklagten Keith M. verkündet. Sie hat ihn wegen Mordes sowie wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von zehn Jahren verurteilt.

Dabei ist die Strafkammer davon ausgegangen, dass der Angeklagte am 27. August 2005 den ihm bekannten sieben Jahre alten Christian heimtückisch und aus Mordlust getötet hat. Sie war weiterhin der Überzeugung, dass er am 17. Juni 2005 einen Soldaten durch Schläge und Tritte verletzt und dadurch eine gefährliche Körperverletzung begangen hat. Für beide Taten ist sie davon ausgegangen, dass der Angeklagte vermindert schuldfähig war. Aufgrund der Persönlichkeit des Angeklagten hat sie dennoch auf die nach Jugendrecht mögliche Höchststrafe von zehn Jahren Jugendstrafe erkannt.

Der Urteilsspruch der Kammer entsprach dem Antrag der Staatsanwaltschaft, während die Verteidigung eine deutlich niedrigere Strafe gefordert hatte.

Pressemitteilung der Pressestelle der Berliner Strafgerichte Nr. 6/2006

Bei Rückfragen:
Cirener
Pressesprecherin
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