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Landgericht: Staatsanwaltschaft nimmt Antrag zur nachträglichen Sicherungsverwahrung zurück (PM 2/2006)

Pressemitteilung vom 01.03.2006

Landgericht:

Staatsanwaltschaft nimmt Antrag zur nachträglichen Sicherungsverwahrung zurück

Der für den 15. Februar 2006 vorgesehene Hauptverhandlungstermin betreffend Jens A. (28 Jahre) – 30. große Strafkammer, 13.00 Uhr, Saal 739 – entfällt ersatzlos.

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat heute, am 8. Februar 2006, den Antrag zurückgenommen, mit dem sie erreichen wollte, dass für Jens A. die nachträgliche Sicherungsverwahrung angeordnet wird.

Begründet wird die Antragsrücknahme damit, der Verurteilte sei nach dem Ergebnis der beiden Sachverständigengutachten zum jetzigen Zeitpunkt nicht gefährlich für die Allgemeinheit. Es bestehe nicht die für eine Anordnung der nachträglichen Sicherungsverwahrung erforderliche hohe Wahrscheinlichkeit erheblicher Straftaten in der Zukunft.
Der bei Jens A. festgestellte zeitweilige Therapieunwillen deute nicht auf eine solche Gefährlichkeit hin, sondern beruhe auf dem Verdrängen der Tat.

Eine Entscheidung des Landgerichts ist somit nicht mehr erforderlich.

Bei Rückfragen:
Bödeker
Pressesprecher
(Tel.: 9014 – 2280 / -2332 / -2470)