Enthüllung einer Gedenktafel und Verlegung von Stolpersteinen

Pressemitteilung vom 11/28/12

Am 07.04.2013 jährt sich zum 80igsten Mal das Inkrafttreten des sogenannten „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“, das den Nationalsozialisten in der Folgezeit dazu diente, auch im Bereich der Berliner Arbeitsgerichtsbarkeit binnen kurzem alle jüdischen Richter aus ihren Ämtern zu entfernen.

Aus Anlass eines Besuchs von zirka 60 Juristinnen und Juristen aus Israel wurde deshalb heute im Eingangsbereich des Arbeitsgerichts Berlin und des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg eine Gedenktafel zur mahnenden Erinnerung an die betroffenen jüdischen Richter enthüllt. Ferner wurden für vier dieser Richter, die infolge des nationalsozialistischen Terrors ihr Leben verloren haben, Stolpersteine verlegt.

Der Präsident des Arbeitsgerichts Berlin, Reinhold Gerken, erinnerte im Rahmen seines Vortrags an die Vorgänge am Berliner Arbeitsgericht im Frühjahr 1933, die zur Entlassung der Berufsrichter und der ehrenamtlichen Richter mit jüdischer Herkunft führten.